Stadt Braunschweig – Umwelt: Stadt bittet um Mithilfe bei der Wässerung von Straßenbäumen

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Braunschweig -Braunschweig (NI) – Die anhaltend hohen Temperaturen und der ausbleibende Regen bedeuten für Bäume und Sträucher Trockenheitsstress, deshalb bittet die Stadtverwaltung die Braunschweigerinnen und Braunschweiger um Unterstützung bei der Wässerung von Straßenbäumen.

Nennenswerte Niederschlagsmengen sind in diesem Sommer bislang ausgeblieben und es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Wochen fortsetzt. Christian Geiger, Erster Stadtrat und Dezernent für Stadtgrün und Sport, sagt: „Die extremen Wetterbedingungen des Jahres 2018 setzen sich in etwas abgeschwächter Form auch 2019 fort. Der daraus resultierende Trockenheitsstress für Bäume ist immer noch sehr groß. Ein großer Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die bereits in der Vergangenheit durch regelmäßiges Gießen von Sträuchern und Bäumen dazu beigetragen haben, das Grün unserer Stadt zu erhalten, und all denjenigen, die zukünftig dazu beitragen wollen.“

Die Gärtnerinnen und Gärtner des Fachbereichs Stadtgrün und Sport sind mit allen zur Verfügung stehenden Kapazitäten unterwegs, um Bäume und Grünflächen zu wässern. Allerdings sind allein im städtischen Baumkataster rund 105.000 Bäume verzeichnet. Dazu kommen noch diejenigen Bäume, die sich in städtischen waldähnlichen Beständen befinden und nicht einzeln im Kataster geführt werden. Eine Bewässerung, die über den Jungbaumbestand hinausgeht, ist trotz einer zusätzlichen Beauftragung von Unternehmen aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau leider nicht möglich. Wer Bäume oder Sträucher vor der Haustür hat, kann bereits mit einigen Eimern Wasser zum Erhalt des öffentlichen Grüns beitragen.

Gerade junge Bäume, die noch kein tiefes Wurzelwerk ausgebildet haben und somit über keinen Zugang zu Wasserreserven im Boden verfügen, sind stark gefährdet und können absterben. Erst nach mehreren Jahren Standzeit haben Bäume ein ausreichend ausgedehntes Wurzelsystem gebildet, um auch tiefer im Boden gespeichertes Wasser zu erreichen. Aber auch ältere Bäume leiden und werfen ihr Laub und in Folge teilweise sogar große Äste ab. Straßenbäume sind besonders bedroht, da sie häufig lediglich ein kleines abgegrenztes Stück Boden als „Baumscheibe“ zur Verfügung haben. Schon durch das Betreten, aber vor allem durch das Parken von Fahrzeugen ist die Erde stark verdichtet. Das erschwert das Eindringen des Wassers in den Boden zu den tieferliegenden Wurzeln.

Von gesunden Bäumen geht eine Vielzahl von Wohlfahrtswirkungen aus, von denen einerseits das Stadtbild, aber besonders auch die Umwelt profitiert. Durch Filterung von Staub und gasförmigen Luftverunreinigungen sowie Produktion von Sauerstoff sorgen Bäume für eine gute Luftqualität. Sie erhöhen die relative Luftfeuchte in der Stadt und begrenzen die Temperaturextreme. In der Sommerhitze spenden sie wohltuenden Schatten. Als natürliche Kohlenstoffspeicher wirken sie in besonderer Weise dem Klimawandel entgegen.

Ältere Bäume verdunsten rund 300 Liter am Tag. Es wird daher empfohlen, ein bis zweimal pro Woche acht bis zehn Eimer zu gießen. Kleinere Mengen an Wasser durchfeuchten den Boden nicht tiefgründig und kommen häufig nicht bei den Wurzeln an. Aber selbstverständlich ist jede Wassergabe willkommen und hilft.

Schon im Jahr 2018 wies Braunschweig im Vergleich zum langjährigen Mittel lediglich rund 60 Prozent der Niederschlagssumme auf und war rund 1,7 Grad Celsius wärmer. Bis Juni 2019 fielen in Braunschweig lediglich 75 Prozent der Vergleichsmenge zum langjährigen Mittelwert.

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Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion