Bonn – COP23: Im Fall der Fälle informiert NINA

Mittelrhein-Tageblatt - Extra - Bonner Stadtnachrichten - Aktuell -Bonn (NRW) – COP23: Auch beim Ordnungsdienst des Bürgeramtes und bei Feuerwehr und Rettungsdienst laufen die Vorbereitungen für die Weltklimakonferenz COP23 auf Hochtouren. Derzeit gehen alle Beteiligten von einem friedlichen und sicheren Verlauf der Klimakonferenz aus. Dennoch steht bei allen Großveranstaltungen dieser Art umfangreich vorgeplant und zusätzliche Kräfte vorgehalten werden. Darüber hinaus sind in den Einsatzplanungen auch die Einschränkungen und Besonderheiten berücksichtigt, die sich auf das gesamte Stadtgebiet auswirken.

Wichtig zu wissen: Im Falle von besonderen Vorkommnissen werden Stadt Bonn, Polizei und die Veranstalter sowohl die Veranstaltungsteilnehmer und Gäste als auch die Bonnerinnen und Bonner informieren. Außer den allgemein genutzten Informationswegen wie Presseinformationen und soziale Medien werden Feuerwehr und Rettungsdienst bei besonderen Gefahrenlagen auch über die kostenlose Warn-App „NINA“ Informations- und Warnmeldungen veröffentlichen. „Die NINA-Meldungen können nicht nur die Bonner Bürgerinnen und Bürger empfangen, die die App auf ihren Smartphone oder Tablet-PCs installiert haben“, appelliert Jochen Stein, Leiter von Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch die Gäste rund um die COP23 werden die Warnmeldungen erhalten, wenn sie in den Einstellungen von NINA die Stadt Bonn oder den aktuellen Standort aktiviert haben. „NINA“ kann kostenlos heruntergeladen und auf Smartphones und Tablet-PCs installiert werden.

Für die Veranstaltung wurde bei Feuerwehr und Rettungsdienst eine umfangreiche Einsatzplanung durchgeführt. Jochen Stein: „Wir sind seit Monaten intensiv mit der Sicherheitsplanung zur Veranstaltung befasst. Auf der einen Seite sind wir von Gesetzes wegen beteiligt, wenn es zum Beispiel um Beurteilung der Auf- und Einbauten der beiden Zeltstädte aus Sicht des Vorbeugenden Brandschutzes oder die Beteiligung bei der Erstellung des Sicherheitskonzeptes geht. Aber auch die Organisation und Durchführung von Brandsicherheitswachen gehören aufgrund der Bauvorschriften bei derartigen Veranstaltungen zu unseren Aufgaben. Auf der anderen Seite berücksichtigen die Einsatzplanungen von Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Bonn auch die Auswirkungen der Veranstaltungen auf das gesamte Stadtgebiet. Die voraussichtlichen Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen, die vielen Gäste, die sich über den Konferenzzeitraum in Bonn aufhalten, sind nur Beispiele für die von uns betrachteten Punkte.

„Konkret bedeutet das für uns auch zusätzliche Einsatzkräfte in den Bereichen Brandschutz, Technische Hilfeleistung, Umweltschutz und Rettungsdienst“ erklärt er weiter. Ein sehr großer Teil der etwa 600 Freiwilligen Feuerwehrleute leistet in einem rollierenden System Brandsicherheitswachen in drei Veranstaltungszonen. In den beiden temporär aufgebauten Zonen haben sie dafür eigene Löschfahrzeuge zur Verfügung. Mit dabei sind auch die Bonner Hilfsorganisationen die für den Veranstalter die Aufgaben des Sanitätsdienstes übernehmen. Unmittelbar am WorldCCBonn wird von der Berufsfeuerwehr für die gesamte Dauer der Konferenz eine zusätzliche Feuer- und Rettungswache mit Löschfahrzeug und Rettungswagen in Dienst genommen. Außerdem sind die übrigen drei Wachen dann personell verstärkt. Jochen Stein: „Auch im Bereich der Leitstelle und des Führungsdienstes sind wir mit mehr Einsatzkräften als üblich im Einsatz, um auf Störungen noch besser reagieren und bei Ereignissen in Zusammenhang mit der Veranstaltung und im gesamten Stadtgebiet wie gewohnt schnell und effizient helfen zu können. Im Falle eines großen Schadensereignisses ist außerdem die unmittelbare Unterstützung durch die in unserem Bundesland etablierten Einsatzkomponenten mit der Bezirksregierung vorgeplant.“

Neben der Einsatzleitung der Feuerwehr würde in einem solchen Fall auch der Krisenstab der Stadt Bonn zusammenkommen. Der Krisenstab unter Leitung von Stadtdirektor Wolfgang Fuchs hatte sich noch vor kurzem in einer zweitägigen Übung unter anderem mit einen möglichen Schadensereignis bei der Konferenz befasst. Das Ordnungsamt wird neben der Präsenz im Ordnungsaußendienst ebenfalls im Koordinierungsgremium des Veranstalters dabei sein und hat auch die Erstellung des Sicherheitskonzeptes eng begleitet.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion