Bremen: Abwassergebühren sollen ab 2027 neu geregelt werden

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Bremen: Abwassergebühren sollen ab 2027 neu geregelt werden – Schmutzwasser wird leicht günstiger, Niederschlagswasser bleibt stabil, Grubenentleerung steigt.

Die städtische Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft hat am heutigen Donnerstag (5. November 2026) über eine Anpassung der Entwässerungsgebühren zum 1. Januar 2027 beschlossen. Grundlage ist eine neue Gebührenkalkulation für die Jahre 2027 und 2028. Gebühren dürfen nur die tatsächlichen Kosten der Abwasserentsorgung decken. Einnahmen, die in den vergangenen Jahren höher oder niedriger als geplant ausgefallen sind, müssen dabei ausgeglichen werden.


Für Grundstücke mit Anschluss an die Kanalisation sinkt die Schmutzwassergebühr von 2,93 Euro auf 2,86 Euro je Kubikmeter verbrauchtem Frischwasser. Das entspricht einer Senkung um 2,39 Prozent. Die Niederschlagswassergebühr bleibt unverändert bei 0,83 Euro je Quadratmeter versiegelter und an die Kanalisation angeschlossener Fläche.

Deutlich steigt dagegen die Gebühr für die Entleerung von Schmutzwassersammelgruben: Sie erhöht sich von 15,65 Euro auf 17,51 Euro je Kubikmeter. Betroffen sind Grundstücke ohne Anschluss an das öffentliche Kanalnetz, bei denen Abwasser in Sammelgruben gesammelt und per Saugfahrzeug abgeholt wird. Die Gebühr wird damit schrittweise stärker an die tatsächlichen Kosten dieser aufwendigen Entsorgungsleistung herangeführt. Sie liegt weiterhin unter den leistungsgerechten Kosten.

Obwohl die Kosten der Abwasserentsorgung in den nächsten beiden Jahren voraussichtlich steigen, können die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser stabil gehalten beziehungsweise gesenkt werden. Ursache sind unter anderem Überschüsse aus dem bisherigen Gebührenzeitraum sowie aktualisierte Erkenntnisse über die versiegelten Flächen in Bremen.


Die neuen Gebührensätze gelten zunächst für zwei Jahre, bis zum 31. Dezember 2028. Neben der städtischen Deputation müssen zusätzlich noch der Senat und die Bürgerschaft einen Beschluss über die Anpassung der Gebührensätze fassen.

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Text: Senatspressestelle Bremen

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