Drei Tigerbabys im Zoo Leipzig getötet: PETA kritisiert Zuchtprogramm scharf und kündigt Strafanzeige an – Leipzig / Stuttgart, 11. August 2025 – Im Zoo Leipzig sind drei Tigerbabys kurz nach der Geburt getötet worden. Die Mutter Yushka habe sich nicht um ihren Nachwuchs gekümmert, erklärte der Zoo. Und weiter: Eine Handaufzucht sei aus Gründen einer artgerechten Wildtierhaltung nicht infrage gekommen. Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V., kommentiert:
„Die Zucht und Haltung von Tigern in Zoos ist hinsichtlich des Artenschutzes eine Sackgasse, weil die Tiere – egal ob Handaufzucht oder nicht – alle derart verhaltensgestört sind, dass eine Auswilderung nicht möglich ist. Dass ständig Tiger-, Löwen- oder Schimpansenmütter ihre eigenen Babys nicht annehmen, ist in der Häufung ein reines Zoo-Phänomen und auf die völlig desolaten Haltungsbedingungen zurückzuführen. Ein Leben in Zoo-Gefangenschaft ist kein lebenswertes Leben, denn es bietet den Wildtieren nichts, was natürlich und wichtig für sie ist. Um die Rechtmäßigkeit der Tötung der drei Tigerbabys prüfen zu lassen sowie um den Teufelskreislauf des Züchtens und Tötens zu unterbrechen, werden wir in den kommenden Tagen bei der Staatsanwaltschaft Leipzig Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstatten. Wir fordern einen sofortigen Stopp der sinnlosen Zuchtprogramme, denn Sibirische Tiger haben in Leipzig nichts zu suchen. Ihre Zurschaustellung, insbesondere von niedlichen Tierbabys, ist eine reine ‚Publikumsattraktion’ und verfolgt hauptsächlich wirtschaftliche Zwecke. Die vielen Millionen Euro, die Zoos jedes Jahr aus Steuergeldern erhalten, müssen künftig in echte Artenschutzprojekte fließen, mit denen die Tiere und ihre natürlichen Lebensräume geschützt werden.“
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Text: PETA Deutschland e.V.
Kommentar zur Pressemeldung: Drei Tigerbabys im Zoo Leipzig getötet
Angesichts der sich häufenden Tötungen von (Jung)tieren in Zoos ist unsere Haltung eindeutig:
Ein Zoo, in dem Tiere mutwillig getötet werden, sollte keinen Cent und keinen Besucher mehr sehen. Solche Einrichtungen sind keine Orte des Artenschutzes, sondern Kulissen für Publikumseffekte – oft auf Kosten der Tiere. Wer hier sein Geld lässt, unterstützt dieses System. (hk)