Hamburg – Hochbaulicher Planungswettbewerb für den Neubau der Stadtteilschule Kirchwerder entschieden

Mittelrhein-Tageblatt - Stadtnachrichten - Hamburg -Hamburg – Im Hamburger Stadtteil Kirchwerder soll in den kommenden Jahren ein neuer Schulstandort für die Stadtteilschule Kirchwerder entstehen. Die Stadtteilschule befindet sich derzeit am Kirchwerder Hausdeich, soll aber aufgrund eines erhöhten Platzbedarfs auf einer Fläche zwischen Kirchenheerweg und Marschbahndamm neu errichtet werden. In der Stadtteilschule sollen zukünftig etwa 1.000 bis 1.100 Schülerinnen unterrichtet und betreut werden.

SBH| Schulbau Hamburg hat für diesen Schulneubau in den vergangenen Monaten einen hochbaulichen Planungswettbewerb ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs war es, eine überzeugende Entwurfslösung für den Schulneubau am Marschbahndamm zu entwickeln. Die Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer sollten einerseits auf wichtige ortsspezifische Themen Bezug nehmen, andererseits aber auch die pädagogischen Anforderungen der Stadtteilschule Kirchwerder berücksichtigen.

Insgesamt wurden 13 Entwurfsvorschläge eingereicht.

Am 27. Juni 2017 hat das Preisgericht abschließend entschieden. Als Sieger des Wettbewerbs wurde die Arbeitsgemeinschaft Thomas Kröger Architekten GmbH, Berlin / Roswag Architekten GvA mbH aus Berlin gekürt. Mit dem 2. Preis wurde das Büro Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH aus Berlin ausgezeichnet.

Der Siegerentwurf überzeugt durch einen starken konzeptionellen Ansatz, der äußerst mutig und individuell auf die spezifischen Gegebenheiten der Kulturlandschaft der Vier- und Marschlande eingeht und eine deutliche Adresse sowohl zum Kirchenheerweg als auch zum Marschbahndamm entstehen lässt. Der Entwurf sieht für den Schulneubau zwei Baukörper vor, die die städtebauliche Figur des in den Vier- und Marschlanden vorkommenden „Langhauses“ auf markante Art und Weise interpretieren.

Das Thema „Bauernhäuser im ländlichen Raum“ wird deutlich als Kernpunkt des Entwurfs herausgearbeitet. Prägende Details landwirtschaftlicher Gebäude werden sachgerecht interpretiert und in den Entwurf eingearbeitet. In der Grundrissgestaltung wird das pädagogische Konzept der Schule aufgenommen und baulich umgesetzt, zum Beispiel durch die Bildung von „Jahrgangsclustern“.

Oberbaudirektor Herr Prof. Jörn Walter ist von dem Ergebnis des Wettbewerbs sehr überzeugt. In dem Siegerentwurf sieht er eine großartige Chance für die Vier- und Marschlande, zu zeigen, wie große Gebäude in die einzigartige Kulturlandschaft des ländlichen Raumes eingepasst werden können. Mit der Umsetzung des Entwurfs erfülle die Freie und Hansestadt Hamburg ihren baukulturellen Auftrag in vorbildlicher Art und Weise.

Über SBH und GMH

Der Landesbetrieb SBH | Schulbau Hamburg und das öffentliche Unternehmen GMH | Gebäudemanagement Hamburg GmbH sind Partner von rund 400 allgemein- und berufsbildenden Hamburger Schulen für die regelmäßige Instandhaltung, Bewirtschaftung und für alle Baumaßnahmen. Insgesamt wurden 2016 Neubau-, Umbau, Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen mit einem Volumen von rund 380 Millionen Euro abgeschlossen.

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Urheber: Pressestelle der Finanzbehörde in Hamburg, Daniel Stricker

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