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Lüneburg – Abkürzung an Schnellfahrstrecke: Kinder verursachen Zugverspätungen

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - Polizei-News - Bundespolizei -Lüneburg (NI) – Einen Blaulichteinsatz von Bundes- und Landespolizisten sowie Verspätungen von sechs Zügen haben zwei 12- und 13-jährige Jungen in Lüneburg verursacht.

Zur Abkürzung marschierten sie innerhalb von Lärmschutzwänden entlang der Schnellfahrstrecke Hamburg-Hannover. Weil Züge im Fall einer Gleisüberquerung nicht rechtzeitig anhalten können, mussten sie den Gefahrenbereich zunächst mit Schrittgeschwindigkeit passieren. Kurzzeitig kam es zu einer Vollsperrung.

Eine Streife der Polizeiinspektion Lüneburg konnte die Kinder schließlich an der Friedrich-Ebert-Brücke in Gewahrsam nehmen. Die Eltern wurden informiert und das Duo entlassen. Weil sich die Züge über insgesamt eine halbe Stunde verspäteten, müssen sie mit zivilrechtlichen Forderungen der Bahn rechnen.

Die Bundespolizei warnt immer wieder vor dem Verbot des Betretens von Bahnanlagen. Züge sind in dem Bereich mit bis zu 200 km/h unterwegs und durchfahren den Bahnhof Lüneburg mit 120 km/h. Anhaltewege betragen mehr als 1000 Meter und die Reaktionszeit zum Verlassen der Gleise liegt wegen hoher Zuggeschwindigkeiten nur bei ca. zwei Sekunden.

Bundespolizeiinspektion Bremen

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