Podcast: Hannover macht das! Folge 3: Obdach- und Wohnungslosigkeit

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Podcast: Hannover macht das! Folge 3: Obdach- und Wohnungslosigkeit – Der städtische Podcast „Hannover macht das!“ dreht die dritte Runde. Oberbürgermeister Belit Onay und Martin Brüning sprechen in dieser Folge mit dem Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp.

Obdachlosigkeit als großes Thema – bundesweit und in Hannover

Auf Bundesebene leben mehrere tausend Menschen ohne festen Wohnsitz, sind obdach- oder wohnungslos, fast 500.000 Menschen leben in kommunalen Einrichtungen. In Hannover betreuen der Kontaktladen Mecki und andere soziale Einrichtungen diejenigen, die im Stadtgebiet Hilfe bei der Wohnungssuche benötigen oder Beratungsangebote wahrnehmen. Im Mecki finden jedes Jahr etwa 16.000 „Kontakte“ statt – also Menschen, die die Angebote dieser Einrichtung wahrnehmen wollen.

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„Obdachlosigkeit bedeutet mehr, als keine Wohnung zu haben. Es beinhaltet auch oft tiefergehende Problematiken, bei denen Menschen Unterstützung benötigen – auch seitens unserer Streetworker*innen“, so Oberbürgermeister Onay. „Wir reagieren mit vielfachen Angeboten auf eine immer komplexere Lagen: Von der Housing-First-Strategie bis zu Beratungsangeboten, Tagestreffs und anderen Hilfsmaßnahmen.“

Wohnen bedeutet Existenzsicherung   

Die diakonischen Träger und andere Institutionen bemühen sich immer mehr, auch in Hannover, selbst eine „Housing-first“-Strategie umzusetzen. Das bedeutet, das bisher obdachlosen Menschen eine Wohnung zur Verfügung gestellt wird, von der aus sie sich um andere Aufgaben kümmern können. „Wohnen bedeutet ganz einfach: Existenzsicherung. Wenn wir von Menschen auf der Straße erwarten, dass sie ihre multiplen Probleme aus der Situation auf der Straße lösen, dann ist niemandem geholfen. Wenn man ihnen ohne Vorbedingungen eine überschaubare Wohnung zur Verfügung stellt, gibt ihnen das eine Basis, um von da aus weiterzuarbeiten“, sagt Pastor Feldkamp.

Die Konzeptionierung der Wohnangebote der karitativen Einrichtungen sieht sich immer wieder Hürden gegenüber. „Immer wieder verhandeln wir auch mit den Nachbar*innen und haben dadurch auch bisher immer geschafft, Konflikte zu vermeiden oder zu lösen“, so Feldkamp.

Großes Ziel: Obdachlosigkeit bis 2030 beenden

„Die Frage ist nicht, ob es das Thema Obdachlosigkeit gibt – sondern wie wir ihm begegnen. Oft ist der Reflex die Verdrängung der Betroffenen. Für uns ist klar, dass das nicht Teil der Lösung sein kann. Stattdessen schaffen wir Angebote, um den Menschen zu helfen“, sagt Oberbürgermeister Onay zu den städtischen Hilfsangeboten.

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Das Ziel, bis 2030 die Obdachlosigkeit zu beenden, sei ambitioniert aber machbar, so Onay. Man müsse die vorhandenen Angebote weiter ausbauen und Ressourcen bemühen, um auch die Prävention auszuweiten – also den Wohnungsverlust an sich zu verhindern. Das bedeute, dass Beratungs- und Hilfsangebote auch darauf ausgerichtet werden müssten. „Die Kürzungen im Sozialbereich, die die Bundesregierung anstrebt, helfen am Ende niemandem – eher im Gegenteil“, stellt Onay fest. Die Situation der Betroffenen werde dadurch verschärft und die Probleme auf die Kommunen übertragen.

Die dritte Folge

Die dritte Folge „Hannover macht das!“ ist ab Freitag, 7. November, verfügbar. Überall, wo es Podcasts gibt.

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Text: Hannover Stadt

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