Waldbrand bei Nonnweiler unter Kontrolle – Sieben Feuerwehrleute verletzt, Ursache weiter unklar – Nonnweiler/Kastel. Nach dem großen Waldbrand bei Kastel im saarländischen Landkreis St. Wendel ist die Lage inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die mehr als 300 eingesetzten Feuerwehr- und Rettungskräfte konnten die Flammen in der Nacht eindämmen. Am Freitag konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf das Ablöschen verbliebener Glutnester, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern.
Das Feuer war am Donnerstagnachmittag nahe der Kläranlage an der Landstraße L147 zwischen Primstal und Kastel ausgebrochen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich daraus ein großflächiger Waldbrand, der sich auf rund fünf Hektar ausbreitete. Besonders erschwert wurden die Löscharbeiten durch das steile Gelände sowie die anhaltende Trockenheit.
Großaufgebot an Einsatzkräften
Zeitweise waren mehr als 300 Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen des Saarlandes sowie aus Rheinland-Pfalz im Einsatz. Unterstützt wurden sie unter anderem von Waldbrand-Spezialeinheiten, dem Saarforst, dem Deutschen Roten Kreuz, den Maltesern sowie einem Polizeihubschrauber, der Löschwasser aus der nahegelegenen Talsperre aufnahm und über dem Brandgebiet abwarf.
Die Behörden hatten über das Modulare Warnsystem (MoWaS) und die Warn-App NINA die Bevölkerung aufgefordert, den Bereich zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die L147 wurde während des Einsatzes vollständig gesperrt. Auch auf der nahegelegenen Autobahn A1 war die Rauchentwicklung deutlich wahrnehmbar.
Sieben Feuerwehrleute leicht verletzt
Bei dem stundenlangen Einsatz verletzten sich nach bisherigen Angaben sieben Feuerwehrleute leicht. Ernsthafte Verletzungen wurden glücklicherweise nicht bekannt. Auch Anwohner kamen nicht zu Schaden. Eine Evakuierung war trotz der Ausdehnung des Brandes nicht erforderlich, da sich das Feuer ausschließlich im Waldgebiet ausbreitete.
Nachlöscharbeiten dauern an
Nach Angaben der Einsatzleitung gelang es den Einsatzkräften, den Brand in der Nacht „in Schach zu halten“. Am Folgetag standen vor allem die Beseitigung zahlreicher Glutnester sowie das Nachlöschen der Brandränder im Mittelpunkt, um ein erneutes Überspringen der Flammen auf angrenzende Waldflächen zu verhindern.
Waldbrand bei Nonnweiler – Brandursache noch ungeklärt
Wie das Feuer entstehen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Angesichts der anhaltenden Trockenheit weisen die Behörden erneut auf die hohe Waldbrandgefahr hin und appellieren an Besucher von Waldgebieten, größte Vorsicht walten zu lassen. Bereits kleine Zündquellen können derzeit ausreichen, um Brände auszulösen.
Der Einsatz zeigt erneut, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Polizei und Forstbehörden bei der Bekämpfung großflächiger Vegetationsbrände ist. Dank des schnellen und koordinierten Vorgehens konnte verhindert werden, dass sich der Brand weiter ausbreitet oder bewohnte Gebiete erreicht. (hk)
Häufig gestellte Fragen
Wo ist der Waldbrand ausgebrochen?
Der Waldbrand brach nahe der Kläranlage an der Landstraße L147 zwischen Primstal und Kastel aus.
Wie groß war das betroffene Gebiet des Waldbrands?
Der Waldbrand breitete sich auf rund fünf Hektar aus.
Wie viele Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt?
Sieben Feuerwehrleute wurden leicht verletzt, es gab keine ernsthaften Verletzungen.
Wurden Anwohner evakuiert?
Eine Evakuierung war nicht erforderlich, da das Feuer ausschließlich im Waldgebiet blieb.
Wie wurde die Bevölkerung während des Brandes informiert?
Die Bevölkerung wurde über das Modulare Warnsystem (MoWaS) und die Warn-App NINA informiert und aufgefordert, den Bereich zu meiden.
Ist die Brandursache bekannt?
Die Brandursache ist derzeit noch unklar und wird noch ermittelt.