Stellungnahme von Greenpeace zur Finanzierung von Hitzeschutz in Kommunen – Hamburg/Berlin, 30. Juli 2026 – Nach dem aktuellem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland in diesem Jahr bis zum 19. Juli bereits rund 9.800 Menschen infolge hoher Temperaturen gestorben. Zugleich warnen Kommunen, dass sie die notwendigen Investitionen in Hitzeschutz und Klimaanpassung nicht allein finanzieren können. Auch der Deutsche Städtetag fordert mehr Geld für die Klimaanpassung in Städten und Gemeinden. Mauricio Vargas, Wirtschafts- und Finanzexperte von Greenpeace, hält besseren Hitzeschutz in Städten und Gemeinden für dringend notwendig:
“Der Hilferuf des Deutschen Städtetags ist ein Alarmsignal. Die Politik muss dem hitzebedingten Sterben entschieden entgegentreten. Städte und Gemeinden dürfen bei der Bekämpfung der Klimakrise nicht länger alleingelassen werden. Bund und Länder müssen Städte und Gemeinden endlich so ausstatten, dass sie die Menschen wirksam vor Hitze schützen können.
Hier kann man sich nicht mit knappen Finanzen herausreden. Eine moderate Steuer auf sehr große Vermögen ab 100 Millionen Euro wäre verursachergerecht. Sie könnte den Kommunen jährlich bis zu 25 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen verschaffen. Damit ließen sich Schulen und Krankenhäuser hitzefest machen sowie Städte begrünen und entsiegeln. Auch öffentliche Kühlorte wie Schwimmbäder und Schutzräume für ältere Menschen könnten finanziert werden. Die Bundesregierung muss die Einführung einer Milliardärssteuer auf den Weg bringen, um den Kommunen zu helfen.”
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Text: Greenpeace e.V.