Koblenz – Verteilung der neuen Biotonne geht ab KW 34 weiter – Erste Erfahrungen der Nutzer

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Koblenz -Koblenz – Seit dem 02.06.2020 werden die neuen Biotonnen in Koblenz verteilt. Bisher wurden bereits rd. 15.900 Gefäße an den Grundtücken ausgetauscht. Im Rahmen der Verteilung hat sich gezeigt, dass es an vielen Grundstücken einen Änderungsbedarf gab, der insgesamt zu einem Mehrbedarf an Biotonnen geführt hat. Die zusätzlichen Tonnen wurden bereits bestellt, die Nachlieferung ist für Ende der 33. Kalenderwoche avisiert. Der Tonnentausch wird dann ab der 34. Kalenderwoche wiederaufgenommen, so dass dann auch die letzten rund 500 Gefäße ersetzt werden können. Der Kommunale Servicebetrieb bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bis dahin um etwas Geduld.

Aus den ersten Wochen mit den neuen Biotonnen liegen inzwischen auch die ersten Rückmeldungen von den Nutzern der neuen Gefäße vor. Insgesamt wurden die neuen Biotonnen positiv von den Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen, allerdings zeigt sich aus den Rückmeldungen auch, dass es ein paar zusätzlicher Tipps und Informationen bedarf.

Im Deckel der neuen Tonne befinden sich gepresste Pads aus Kokosfasern, die mit Mikroorganismen geimpft sind. Die Funktionsfähigkeit des Biofilterdeckels ist am besten gewährleistet, wenn die gepressten Kokospads komplett aufgequollen sind. Normalerweise reicht hierzu die im Biomüll enthaltene Restfeuchte aus. Im Einzelfall empfiehlt es sich diesen Prozess zu unterstützen. Dazu ist der Deckel der Biotonne aufzuschlagen und langsam, Zug um Zug ca. 0,5 Liter handwarmes Wasser über die innenliegenden Löcher des Deckels in die Kokospads einlaufen zu lassen. Das beschleunigt das Ausquellen des Filtermaterials und der Biofilterdeckel erreicht seine volle Wirksamkeit schneller.

Durch die umlaufende Dichtung am Biofilterdeckel, schließt der Deckel die Tonne besonders dicht ab. Das soll auch so sein, damit einerseits die Luft ausschließlich über die Mikroorganismen der Kokospads gefiltert nach außen abzieht. Die Mikroorganismen in den Kokospads bauen dabei die Gerüche ab, die sonst mit der Luft nach außen getragen würden. Andererseits verhindert der dichte Verschluss auch das Eindringen von Fliegen und vermeidet damit die Madenbildung.

Durch den besonders dichten Verschluss der Biotonne, kann es im Inneren der Tonne zur Bildung von Kondenswasser kommen, das sich dann am Boden des Gefäßes ansammeln kann. Das ist grundsätzlich normal und kein Fehler der neuen Biotonne. Was für die alte Biotonne galt, gilt daher grundsätzlich auch für die neue Biotonne: Zu viel Feuchtigkeit in der Tonne vermeidet man am besten dadurch, dass bereits vor dem Befüllen der Biotonne, auf den Boden des Gefäßes geknülltes Papier gegeben wird und dass man besonders feuchte Bioabfälle (z.B. Kaffeefilter o.ä.) kurz antrocknen lässt und dann in Papier verpackt in die Tonne gibt. Und auch für den Standplatz gelten die gleichen Tipps wie für das bisher genutzte Gefäß. Die Biotonne sollte möglichst nicht in der prallen Sonne stehen und im Winter möglichst frostgeschützt stehen.

Und noch ein abschließender Hinweis: Während die geschlossene Biotonne durch den Biofilterdeckel keine nennenswerten Gerüche abgibt, kann es beim Öffnen des Deckels, also beim Einwurf der Bioabfälle in das Gefäß zu einer geänderten Geruchswahrnehmung, als bei der alten Biotonne kommen. Die Nutzer haben hier z.T. säuerliche oder teerartige Gerüche angegeben. Auch das ist normal, nicht bedenklich und auf den dichten Verschluss der neuen Biotonne zurückzuführen. Sowohl bei der alten, als auch bei der neuen Biotonne finden im Gefäß schon biologische Abbauprozesse statt. Durch den dichten Verschluss der neuen Biotonne finden die biologischen Abbauprozesse in einem anderen Milieu statt und das führt zu der geänderten Geruchswahrnehmung.

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Stadt Koblenz

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