Landeshauptstadt Magdeburg – Magdeburger Bewerbungsbuch für den Titel Kulturhauptstadt Europas setzt auf Kraft der Leere

Magdeburgs Bekanntgabe in Berlin – Otto von Guerickes Vakuum dient als Konzeptidee.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Magdeburg -Magdeburg (ST) – Das Magdeburger Bewerbungsbüro hatte sich in der Vergangenheit bedeckt zu Motto und Konzept der Bewerbungsschrift gehalten.

Lange diente der Arbeitstitel „Verantwortung“ als Leitgedanke der Bewerbung und das Community-Motto „MACHEN!“ zur Mobilisierung der Bevölkerung. Jetzt, nachdem die 38 Fragen und deren Antworten auf 60 Seiten fristgerecht bei der Kulturstiftung der Länder in Berlin eingereicht sind, lüftet sich das Geheimnis. Tamás Szalay, Leiter des Büros und Kulturhauptstadt-Experte: „Mit der Abgabe des Buches verkünden wir jetzt endlich das Konzept und die Vision für das Kulturhauptstadt-Jahr 2025.“

Das Magdeburger Bewerbungsbuch

Inspiriert von den Experimenten des Naturwissenschaftlers Otto von Guericke sowie der Geschichte und Gegenwart der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts wurde ein mutiger und zukunftsweisender Kurs eingeschlagen: Out of the Void – Raus aus der Leere. „Magdeburg ist die Stadt des Vakuums“, so Szalay. „In vielen Bürgergesprächen und Recherchen kam das Motiv des Vakuums – auf Englisch Void – immer wieder vor. Die Leerstellen im Magdeburger Stadtbild, die Stadt als blinder Fleck auf der europäischen Landkarte sowie der fehlende soziale Zusammenhalt auf lokaler und europäischer Ebene. Somit wurde das Vakuum schnell zum Leitmotiv unseres Buches. Unsere Verantwortung liegt darin, diese Leerstellen mit positiven Visionen zu füllen.“

Magdeburg in 2025 und die kulturellen Auswirkungen

Das Vakuum wird im Konzept des ersten Bewerbungsbuches als Freiraum für die Umsetzung kreativer und unkonventioneller Ideen und Projekte interpretiert. Durch Kunst, Kultur und die Kreativität der Magdeburgerinnen und Magdeburger kann der Stadtraum neu gestaltet werden. „Zahlreiche Projekte, die in drei Programmsäulen unterteilt sind, fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt, entwickeln die Urbanität und schärfen das kulturelle Profil der Stadt“, beschreibt Szalay. „Dabei knüpfen wir an die vielseitigen Magdeburger Traditionen an. Wir interpretieren das Länder überspannende Magdeburger Recht neu, etablieren Magdeburg als Stadt der Musik und nutzen das wissenschaftliche Know-How der Stadt für Cross-over-Projekte.“ Durch den Ausbau der kulturellen Vermittlung werden zudem neue Publikumskreise angesprochen und Kultur-Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger erhalten die Möglichkeit, ihre Kompetenzen durch Workshops und Seminare zu erweitern.

Der Magdeburger Stadtrat steht geschlossen hinter der Bewerbung. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper: „Bereits die Bewerbungsphase hat in Magdeburg viele innovative Prozesse angestoßen und Akteure aus verschiedensten Bereichen miteinander vernetzt. Wir wünschen uns, dass der Titel die Entwicklung Magdeburgs zu einer vitalen Stadt, die als Touristenziel und attraktiver Standort für Investoren und Fachkräfte wahrgenommen wird und ganz Europa willkommen heißt, befeuert.“

Das Bewerbungsbüro Magdeburg 2025 hat für alle Interessentinnen und Interessenten eine Infobroschüre mit den Kerninhalten der Bewerbung herausgeben, die online unter www.magdeburg2025.de und www.magdeburg.de verfügbar ist.

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Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion