Mit dem Projekt setzen die SWT den Vorschlag „Aufstellen eines öffentlichen Trinkwasserbrunnens“ aus dem Trierer Aktionsplan Entwicklungspolitik um. „Nach dem wir viel Zeit und Mühe in die Erarbeitung unseres Aktionsplans Entwicklungspolitik gesteckt haben, ist es umso schöner jetzt die Umsetzung der Maßnahmen mitzuerleben“, freut sich Oberbürgermeister Wolfram Leibe. „Mein Dank gilt den SWT, die sich nicht nur des Projekts angenommen haben, sondern dafür auch Fördermittel vom Land Rheinland-Pfalz gewinnen konnten.“ Gefördert wurde der Aufbau der Trinkwasserspender über das Programm „100 öffentliche Trinkwasserspender für Rheinland-Pfalz“, welche das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten mit Unterstützung der Wasserfachverbände DVGW und LDEW und den kommunalen Spitzenverbänden gestartet hat. Die Installation und Inbetriebnahme eines Trinkwasserspenders kostet je nach Standort zwischen 10.000 und 12.000 Euro. Pro Anlage bekommen die SWT 4.000 Euro vom Land. Die Folgekosten für Wartung und Beprobung übernimmt der städtische Wasserversorger in Eigenleistung. Neben der zentralen Lage waren Kriterien wie die Anbindung an das Leitungsnetz und die Kanalisation für die Wahl des Standorts entscheidend.
Auch in der direkten Nachbarschaft stößt das Projekt auf positive Resonanz. Im Rahmen der offiziellen Inbetriebnahme geht Weihbischof Jörg Peters von einem großen Zuspruch aus: „Das ist eine prima Sache, wenn ich beobachte, wie viele Schulklassen und Gruppen Tag für Tag staunend – und oft auch durstig – vor dem Dom und der Liebfrauenkirche stehen“.
Die Trierer Gruppe der Initiative Refill Deutschland, die sich seit 2018 das kostenlose Auffüllen mitgebrachter Trinkflaschen in Trierer Gastronomiebetrieben und Geschäften einsetzt, teilt diese Einschätzung. Georg Härtl, der die Initiative in Trier ehrenamtlich betreut, ist überzeugt: „Die Brunnen werden dazu beitragen, dass weniger Einwegflaschen gekauft werden und damit weniger Müll entsteht. Ein weiterer positiver Effekt: Je mehr Menschen das Trinkwasser von ihrem lokalen Versorger trinken, umso weniger wird das Abpumpen von Grundwasser in Ländern wie der Dritten Welt zu reinen Verkaufszwecken unterstützt.“ Gerade in Zeiten des Klimawandels und steigender Temperaturen sei die Installation von öffentlichen Wasserspendern eine geeignete Gegenmaßnahme, um Treibhausgase zu senken und die Lebensqualität in Trier zu erhöhen, so Härtl weiter. Derzeit beteiligen sich 30 Unternehmen aus Trier und zwei aus der Umgebung an der refill-Initiative.
Wo man genau seine Flasche auffüllen kann, findet man unter www.refill-deutschland.de/trier.
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Presseamt Trier