Bamberg – Umwelt: Landkreis Bamberg reduziert CO2-Emmissionen um rund 74 %

Landratsamt Bamberg wird an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Bamberg angeschlossen.

Nachrichten aus Bamberg in Oberfranken -Bamberg (BY) – Das Landratsamt Bamberg wird ab 2020 an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Bamberg angeschlossen und bezieht künftig seine Wärme vom Müllheizkraftwerk. „Wir reduzieren die Kohlendioxid-Emissionen dadurch um 74 Prozent“, unterzeichneten jetzt Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Bamberg einen entsprechenden Vertrag.

Angestoßen haben diese Weichenstellung die Regionalwerke Bamberg als Energiedienstleister für den Landkreis Bamberg. „Wir stellen regelmäßig alles auf den Prüfstand mit dem Ziel, die Energieversorgung unserer Kunden möglichst klimaneutral zu gestalten“, so Regionalwerke-Geschäftsführer Robert Martin. Bisher wird das Landratsamt über einen Gaskessel im Posthochhaus versorgt. Durch den Anschluss an das Fernwärmenetz spart der Landkreis rund 120 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein, also rund 74 % seiner CO2-Emmissionen von derzeit 165,19 Tonnen CO2 auf 43 Tonnen CO2.

„Ich freue mich, mit den Stadtwerken Bamberg einen verlässlichen Partner an der Seite zu haben, um unseren Klimaschutzzielen einen bedeutenden Schritt näher zu kommen.“, so Landrat Johann Kalb bei der Vertragsunterzeichnung. Und Oberbürgermeister Starke ergänzte: „Im Zuge der Klimaallianz haben sich Stadt und Landkreis Bamberg bereits 2008 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: eine autarke, flächendeckende und zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien bestehende Energieversorgung bis ins Jahr 2035.“ Seitdem sei viel passiert.

Mit der Klima- und Energieagentur Bamberg wurde eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger ins Leben gerufen. Zwei Potenzialanalysen sowie ein Solarflächenkataster dienen als Arbeitsgrundlagen für die angestrebte Energieautarkie. Mithilfe eines Klimaschutzfahrplanes konnte der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region schon deutlich vorangetrieben werden. So hat sich seit der Gründung der Klimaallianz der Anteil an erneuerbaren Energien mehr als verdoppelt und soll bis zum Jahr 2020 auf 60 Prozent gesteigert werden.

Bereits 2012 hat sich der Landkreis Bamberg entschieden, die bisher installierte Gasheizung durch eine Heizungsanlage im Posthochhaus zu ersetzen. Für die Nutzung der Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk erweitern die Stadtwerke ab dem kommenden Frühjahr in der Kunigundenruhstraße und der Ludwigstraße ihr Wärmenetz. Damit haben auch weitere Anlieger die Möglichkeit, bei der Beheizung ihrer Gebäude auf die umweltschonende Fernwärme zu setzen.

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Landratsamt Bamberg

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion