Brunsbüttel – Neue Fakten im Vermisstenfall vom Mutter und Sohn im Watt bzw. der Elbe

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - Polizei-News - Schleswig-Holstein -Brunsbüttel (SH) – In dem Fall der vermissten 41 jährigen Frau und ihres 8 jährigen Sohnes verdichten sich die Hinweise für ein gezieltes Abtauchen aus dem Lebensumfeld.

Die Kriminalpolizei konnte ermitteln, dass die Frau vor ihrem Verschwinden ihr Konto und das ihres Sohnes leergeräumt hatte. Zudem hatte die Frau ihre kompletten Ausweispapiere dabei. Einige Tage zuvor hatte sie ihr Auto für eingie Tausend Euro verkauft.

Sehr erschwerend kam noch hinzu, dass die Frau einen Tag nach ihrem Abtauchen eine Haftstrafe von einem Jahr und 6 Monate hätte antreten müssen. Die Strafe war durch einige Betrugsdelikte zustande gekommen. Am heutigen Tag hat sich bei der Kripo zudem ein Zeuge gemeldet, dem die Vermisste vor einigen Tagen einige Sachen verkaufen wollte und ihm gegenüber auch ein Absetzen erwähnt hat.

Ein Suizid in der Elbe wird durch diese Fakten immer unwahrscheinlicher. Die Kriminalpolizei hat nach Veröffentlichung der Fotos bereits einige Hinweise erhalten, die zum Teil noch überprüft werden. Der Aufenthaltsort von Mutter und Sohn ist nach wie vor unbekannt. Das Handy der Frau ist abgeschaltet.

Die Bevölkerung wird auch weiter um Hinweise auf die beiden vermissten Personen gebeten. Weitere Auskünfte werden in Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht erteilt.

OTS: Polizeidirektion Itzehoe

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion