JVA Bremen produziert monatlich 4.700 Kilowattstunden Strom

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JVA Bremen produziert monatlich 4.700 Kilowattstunden Strom – Justizsenatorin und Finanzsenator besuchen Justizvollzugsanstalt

Am 3. Juli 2026 besuchten Justizsenatorin Claudia Schilling und Finanzsenator Björn Fecker gemeinsam die Justizvollzugsanstalt Bremen (JVA). Anlass war die Besichtigung der Photovoltaik-Anlage, die den elektrifizierten Fuhrpark der JVA komplett mit eigenem Strom versorgt. Bei dieser Gelegenheit verschafften sich Schilling und Fecker auch einen Eindruck von den Sanierungsarbeiten eines großen Hafthauses.

Justizsenatorin Claudia Schilling: „Unsere Justizvollzugsanstalt leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Die zwei neuen großen Elektro-Gefangenentransporter und die sechs kleineren elektrisch betriebenen Fahrzeuge werden kostenfrei mit Strom aus der vorhandenen PV-Anlage auf dem Dach der JVA betankt. So können Fahrten von Gefangenen zu Gerichtsterminen, Sicherheitsbegleitungen oder Dienstfahrten klimaneutral erfolgen. Da die JVA einen hohen Strombedarf hat, planen wir derzeit weitere Anlagen.“

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Finanzsenator Björn Fecker: „Die Investition in eine große Photovoltaik-Anlage hat sich gelohnt. Die Justizvollzugsanstalt produziert monatlich 4.700 Kilowattstunden Strom. Die baulichen Bedingungen auf dem großen Gelände mit entsprechenden Dachflächen sind ideal. Die Anlagenleistung beträgt 71 kWp. Dass weitere PV-Anlagen folgen sollen, freut mich sehr.“

Neben der Photovoltaik-Anlage nahmen die Justizsenatorin und der Finanzsenator auch der Sanierungsfortschritt der Gebäude in Augenschein. „Bei der Sanierung unseres historischen Gebäudebestandes sind wir schon gut vorangekommen. Wir wollen nicht nur verhindern, dass Gebäude der öffentlichen Hand irgendwann nicht mehr nutzbar sind. Wir wollen vor allem menschenwürdige Haftbedingungen gewährleisten – gerade auch im Sinne einer gelingenden Resozialisierung. Es sagt viel über eine Gesellschaft aus, wie sie mit ihren Gefangenen umgeht,“ erklärt Justizsenatorin Schilling. Derzeit findet die Sanierung des großen Hafthauses Haus 2 und von Teilen des Mittelbaus statt. Zudem wird parallel das alte Lazarettgebäude saniert. Dieses wird dringend für die Werkbetriebe benötigt, unter anderem für die Elektriker und Gebäudereiniger. In Bremerhaven ist die Sanierung bereits länger abgeschlossen. „Für die Seestadt planen wir, das Hafthaus aus dem Jahre 1970 zu modernisieren. Dort sind die Werkbetriebe und die Küche untergebracht“, so Schilling.

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„Wir nehmen hier als Freie Hansestadt Bremen viel Geld in die Hand, um gute Haft- und auch Arbeitsbedingungen zu schaffen“, so Finanzsenator Fecker. „Die Fertigstellung des 140 Haftplätze umfassenden Hauses 2 ist für das Jahr 2028 geplant. Danach soll der zweite Bauabschnitt folgen. Die Sanierung des Hauses 1 steht dann ganz oben auf der Tagesordnung, es verfügt ebenfalls über rund 140 Haftplätze. Die sehr alte Bausubstanz gibt schon ausreichend Anlass für die umfangreichen Bauarbeiten, aber auch die klimatischen Veränderungen machen Anpassungen nötig. Wir haben in den neu errichteten, besonders gesicherten Hafträumen für Klimatisierung gesorgt“, erklärt Fecker.

Hintergrund:

Der Senat hat im Jahr 2008 beschlossen, die JVA im Bestand mit ihren denkmalgeschützten historischen Hafthäusern (im Jahr 1874 errichtet) zu sanieren.

In der Folge wurden bereits die Bauabschnitte Außenmauer und Zaun einschließlich Sicherheitstechnik, Zentralgebäude mit 100 U-Haftplätzen, Pforte, Lazarett, Zugangs- und Besuchsbereich, Verwaltung, Küche, Abteilung Bremerhaven mit Sanierung und Neubau sowie die Sanierung des Jugendvollzuges (Haus 4) abgeschlossen.

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Nach der Beendigung der jetzt laufenden Sanierungsarbeiten steht die Sanierung des Hafthauses 1 an, zudem sollen weitere Teile des Mittelbaus in einem zweiten Bauabschnitt saniert werden. Die Sanierung des Hafthauses 3, des Werkhofs, des Offenen Vollzuges und des Frauenvollzug stehen anschließend auf der Agenda.

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Text: Senatspressestelle Bremen

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