Koblenz – Stadt zeigt Flagge

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Koblenz -Koblenz – Koblenz zeigt Flagge: Noch immer sind Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung haben, von Diskriminierung und Verfolgung, in einigen Ländern sogar von der Todesstrafe bedroht. Um Respekt für sie einzufordern und internationale Aktivitäten zu koordinieren, wurde 2005 der Internationale Tag gegen Homophobie (IDAHO) eingeführt und später zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) erweitert.

Weltweit wird dieser Tag jährlich am 17. Mai begangen – in Erinnerung an den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrer Liste der psychischen Erkrankungen zu streichen. Darüber hinaus ergeben sich zufällige Parallelen zwischen dem Datum 17.5. und dem ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, der Homosexualität in der Bundesrepublik Deutschland noch bis 1969 unter Strafe stellte.

Trotz zahlreicher Fortschritte erleben queere Menschen im Alltag noch immer Anfeindungen und Ausgrenzungen. Mit gezielten Desinformationen, überholten Klischees, falschen Zusammenhängen, bewussten Verkürzungen und populistischer Stimmungsmache wird verstärkt versucht, Homo- und Transphobie salonfähig zu machen. Aufmerksamkeit, Sensibilisierung und eine realitätsnahe Aufklärung sind notwendig. Deshalb ist ein wiederkehrender Gedenk- und Aktionstag wie IDAHOBIT so wichtig!

Auch die Stadt Koblenz zeigt an diesem Tag Flagge: Das Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus macht ihre Unterstützung und Solidarität nach außen sichtbar und zeigt, dass Diskriminierung hier keinen Platz hat. Denn Koblenz ist weltoffen und liberal, eine Stadt mit einer großen Vielfalt, in der sich alle wohl fühlen sollen. Das Recht eines jeden Menschen, sein Leben selbstbestimmt leben zu können, darf nicht in Frage gestellt werden. Dafür wird in der Stadt Koblenz viel getan – nicht nur an Gedenktagen. Oberbürgermeister David Langner: „Die Verwaltung bereitet zurzeit die Stelle einer oder eines Queerbeauftragten vor. Dies wird ein weiterer wesentlicher Schritt hin zu mehr Akzeptanz und Gleichberechtigung für Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung. Zuletzt haben wir bereits die Kompetenzen der Gleichstellungstelle der Verwaltung in diese Richtung erheblich erweitert.“

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Stadt Koblenz

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion