Wiesbaden – Gesellschaft: Weihnachtsgruß und Jahresrückblick des Oberbürgermeisters

Mittelrhein-Tageblatt-Nachrichten-aus-Wiesbaden-HE-Wiesbaden (HE) – Gesellschaft: Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wirft einen Blick zurück auf das Jahr 2021 und wünscht frohe Weihnachten.

Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,

Weihnachten und Silvester rücken näher. Das ist traditionell die Zeit, um zurückzublicken. Sicher geht es Ihnen auch so: Das war ein sehr schwieriges und in vielen Aspekten belastendes Jahr. Es war geprägt von der Corona-Pandemie, die uns nicht loslässt, von dem großen Malheur mit der Salzbachtalbrücke, das uns ein enormes zusätzliches Verkehrsproblem beschert hat, oder Naturkatastrophen wie der Flut im Ahrtal, die uns glücklicherweise nicht betroffen hat. Also, hinter das Jahr möchten wir bestimmt alle einen Haken machen und nach vorn blicken.

Aber auch wenn vieles schwierig war, hat die Landeshauptstadt doch immer wieder ihren Zusammenhalt und Engagement bewiesen. Von Januar bis Ende September wurden zum Beispiel im Impfzentrum im RheinMain CongressCenter (RMCC) mehr als 220.000 Impfungen durchgeführt. Das war ein richtiger Kraftakt, den viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt bewältigt haben, zur großen Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger. Und nach der zeitweilig, durch das Land angeordneten Schließung des Impfzentrums im RMCC, haben wir jetzt mehrere dezentrale stationäre Impfstationen in Wiesbaden aufgebaut, unter anderem in der DKD Helios Klinik, im Luisenforum und im Schelmengraben.

Auch zahlreiche Ärztinnen und Ärzte führen Impfungen durch. Und wenn wir hoffnungsvoll auf das nächste Jahr blicken wollen, wird eine hohe Impfquote unabdingbare Voraussetzung dafür sein. Ich finde, wir sollten dankbar sein, dass in so kurzer Zeit so wirkungsvolle Impfstoffe entwickelt wurden. Bitte nutzen Sie die Angebote – zur Erst- und Zweitimpfung, wenn Sie die bislang noch nicht erhalten haben, oder zum „Boostern“, um den Impfschutz aufrecht zu erhalten. Eine Impfung kann das Risiko einer Infektion und von schweren Krankheitsverläufen stark reduzieren. Sie dient Ihrer eigenen Gesundheit und zugleich der Gemeinschaft.

Mein Dank gilt allen, die in den nunmehr fast zwei Jahren der Corona-Pandemie mit so viel Kraft und Einsatz und oft bei Unterordnung der eigenen Gesundheit dagegen gekämpft haben. Vor allem die Pflegekräfte, die Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern sind hier zu nennen, aber auch jene, die in der Verwaltung, in den Test- und Impfzentren, in Schulen und Kitas, in den Unternehmen oder im Familienkreis ihren Teil geleistet haben, damit wir gemeinsam diese schwere Zeit bestehen. Mein Mitgefühl gilt allen, die Angehörige oder Freunde verloren haben, oder die durch einen schweren Verlauf lang anhaltende Schäden erlitten haben.

Zuversicht erlaubt auch der Fortgang der Arbeiten rund um die havarierte Salzbachtalbrücke. Am Montag, 13. Dezember, soll die Bundesstraße 263 wieder freigegeben werden. Und am 22. Dezember geht hoffentlich unser Hauptbahnhof wieder ans Netz. Das verspricht etwas Entlastung für viele Autofahrerinnen und -fahrer, für die Fahrgäste von Bus und Bahn und natürlich auch für die lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner an den Ausweichstrecken. Es sind leider nur die ersten Schritte hin zur Normalität, denn die Salzbachtalbrücke selbst muss ja erst neu gebaut werden, um den Hauptverkehr auf der A66 wieder aufzunehmen.

Mein dringender Wunsch ist, dass die Autobahn GmbH das Projekt mit allen Mitteln und größtem Nachdruck verfolgt, damit 2023 das erste der beiden geplanten Bauwerke das Tal überspannt und der Verkehr dort fließt. Bei allem Ärger und Unglück über die Salzbachtalbrücke: Von der Sprengung bis zur Freigabe von Bundesstraße und Bahn ist vieles schnell realisiert worden. Dieses Tempo bitte beibehalten!

Was hat uns in Wiesbaden noch bewegt? Da ist vieles zu nennen.

Im März wurde die Stadtverordnetenversammlung neu gewählt. Ich danke allen Frauen und Männern, die sich dort für Wiesbaden einsetzen. Mein Dank gilt auch allen anderen Menschen, die sich an anderer Stelle ehrenamtlich in unserer Stadt engagieren. Ohne diesen Einsatz wäre unsere Stadt buchstäblich arm dran. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt.

Ein weiteres herausragendes Thema war und ist das Wohnen in unserer Stadt. Viele Bauprojekte wurden auf den Weg gebracht, immer mit dem Ziel, neue Wohnungen zu schaffen, um dem Mietenanstieg durch ein größeres Angebot zu begegnen. Der hohe Bedarf an – gerade auch bezahlbaren Wohnungen – spornt uns an, die Planungen für das Ostfeld voranzutreiben. Dort sollen einmal 8.000 bis 10.000 Menschen gut und im Einklang mit hohen ökologischen Standards leben. Zusätzlich will das Bundeskriminalamt seine zurzeit im Stadtgebiet verteilten Standorte dort an einem zentralen Behördenstandort zusammenfassen.

Viele weitere Ereignisse fallen mir ein, wenn ich an das Jahr zurückdenke: Im April wurde in Biebrich eine Weltkriegsbombe entschärft, etwa 3.500 Menschen mussten dafür ihre Wohnungen verlassen. Im Juni begann der Bau der neuen Sporthalle Wettiner Straße im Südosten. Der Spatenstich für die neue Sporthalle der Hermann-Ehlers-Schule erfolgte im Oktober.

Der Neubau der Carl-von-Ossietzky-Schule wurde im November eingeweiht. Ebenfalls im November ging die digitale Verkehrssteuerung DIGI-V in Betrieb. Intelligente Ampelschaltungen sind gerade in Städten mit so massivem Verkehrsaufkommen wie in Wiesbaden ein großer Zugewinn. Ich freue mich, dass unsere Stadt einer der Vorreiter bei dieser modernen Technik ist und sehe gespannt in die Zukunft.

Besonders bewegt hat mich die große Hilfsbereitschaft auch in unserer Stadt nach der Unwetterkatastrophe in den Nachbarländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz: Feuerwehrleute, Mitglieder der Hilfsorganisationen, das THW, Beschäftigte von ESWE Versorgung und viele Privatleute haben vor Ort geholfen. Das war einfach ein großartiges Zeichen von Solidarität und Zusammenhalt.

Ich hoffe, dass Sie über Weihnachten und Neujahr etwas Zeit, Ruhe und Muße für sich, Ihre Familie und Ihre Freunde finden. Genießen Sie die Zeit im kleinen Kreis mit lieben Menschen. Weihnachten ist das Fest des Friedens und der Nächstenliebe, aber auch ein Fest, das Freude und Hoffnung bringt, das neue Kräfte schenkt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie auch Energie für 2022 sammeln können.

Zum Ende meines Grußwortes wünsche ich Ihnen ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest und einen erfolgreichen Start in ein hoffentlich besseres neues Jahr. Vor allem aber: Bleiben Sie gesund.

Herzlichst

Gert-Uwe Mende
Oberbürgermeister

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