Erdgrab auf dem Friedhof hat ausgedient: Der Wunsch nach mehr Wahlfreiheit in der Bestattungskultur

Der Wunsch nach mehr Wahlfreiheit in der Bestattungskultur
Foto: djd/Algordanza Erinnerungsdiamanten/shutterstock

(djd) – Der dramatische Wandel in der Bestattungskultur setzt sich fort – und wenn es nach den Menschen in Deutschland geht, könnten die entsprechenden Vorschriften weiter gelockert werden. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage, über die das Statistikportal Statista berichtet.

Nicht alles, was gewünscht wird, ist auch erlaubt

Der Anteil derjenigen, die sich für die eigene Bestattung ein klassisches Erdgrab auf dem Friedhof wünschen, ist auf nur noch zwölf Prozent gesunken, vor zwanzig Jahren waren es noch 37 Prozent. Deutlich mehr Menschen wünschen sich etwa eine Baumbestattung in einem Bestattungswald oder eine pflegefreie Bestattungsform auf einem Friedhof wie eine sogenannte Urnenwand. Überraschend: Etwa ein Fünftel der Befragten wünscht sich eine Bestattungsvariante, die nach geltendem Recht kaum umzusetzen ist, nämlich die Verstreuung der Asche in der freien Natur oder die Aufbewahrung beziehungsweise Beisetzung der Asche zu Hause oder im eigenen Garten. Rechtlich zugelassen dagegen sind sogenannte Erinnerungsdiamanten.

Erinnerungsdiamanten gibt es auch aus Haaren

Sie sind ein noch ungewöhnlicher Bereich der Bestattungskultur. Dabei wird ein Teil der Asche des oder der Verstorbenen zu einem Rohdiamanten gepresst und auf Wunsch geschliffen, die restliche Asche kann in der Urne beigesetzt werden. Inzwischen ist die Asche aber nicht mehr die einzige Kohlenstoffquelle, die für die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten genutzt werden kann. Die Alternative sind Erinnerungsdiamanten aus Haaren. Auf sie kann man zurückgreifen, wenn Erinnerungsobjekte aus Kremationsasche aus sozialen, rechtlichen oder familiären Gründen nicht möglich oder erwünscht sind. Dieses Verfahren wird neben der Herstellung aus Kremationsasche etwa vom Schweizer Unternehmen Algordanza durchgeführt, das seit 2004 Erinnerungsdiamanten anbietet.

Herstellungsprozess in der Schweiz

Wenn man sich für einen Erinnerungsdiamanten aus Haaren entscheidet, wird die Asche in den meisten Fällen in einer Urne beigesetzt. Der Herstellungsprozess der Diamanten aus Haaren findet in der Schweiz statt. Unter www.algordanza.com gibt es alle weiteren Infos. Wer an einem Erinnerungsdiamanten aus Asche oder Haaren interessiert ist, wendet sich in Deutschland an ein Bestattungsunternehmen seiner Wahl. Für die Produktion eines oder mehrerer Erinnerungsdiamanten werden nur fünf bis zehn Gramm Haar benötigt. In einem ersten Schritt wird Kohlenstoff isoliert, gereinigt und aufgearbeitet. Im Anschluss wächst dieser unter hohem Druck und hoher Temperatur zu einem Erinnerungsdiamanten heran. Ein Rohdiamant kann auf Wunsch mit einer Lasergravur versehen werden.

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Bild: djd/Algordanza Erinnerungsdiamanten/shutterstock
Text: djd / Algordanza Erinnerungsdiamanten GmbH, Lindau

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