Dresden – Ein Buddy auf vier Pfoten: Belgischer Schäferhund ist neue Verstärkung im Ordnungsamt – Blog begleitet seine Arbeit

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Dresden -Dresden (SN) – Sein Name ist Programm. Buddy ist der neue Diensthund der Besonderen Einsatzgruppe des Gemeindlichen Vollzugdienstes im Ordnungsamt. Buddy steht für einen Kumpel, auf den man sich verlassen kann – ähnlich des „Buddy-Prinzips“, das im Tauchsport als Sicherungstechnik dient. Der Belgische Schäferhund ist gerade zehn Monate alt. „Ich freue mich, dass wir mit Buddy wieder einen zweiten Diensthund im Einsatz haben werden. Für unsere Mitarbeiter sind die Vierbeiner nicht nur lebende Hilfsmittel bei der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit, sondern zugleich eine Art Lebensversicherung in gefährlichen Situationen“, so Ordnungsamtsleiter Ralf Lübs.

Wer mehr über den Alltag der Diensthunde, das Training und die Ausbildung wissen möchte, ist unter www.dresden.de/vierpfoten richtig. Aus Sicht der Diensthunde wird hier berichtet, was sie erleben, erschnüffeln, überhaupt nicht leider können oder besonders lieben.

Ab Ende Juli wird Buddy die Besondere Einsatzgruppe unterstützen. Diensthundeführerin Elena Effenberger ist für ihn verantwortlich und Buddy für sie. Bis sie gemeinsam in den Einsatz dürfen, müssen beide einen sechswöchigen Lehrgang bei Hundetrainer Tino Schmidt vom Special Dog Center Schmidt besuchen. Erst wenn sie die Diensthundeprüfung zusammen erfolgreich abschließen, ist Buddys Einsatz als Schutzhund legitimiert. In der Ausbildung lernen beide ihren Teil der Grundlagen des Schutzdiensthundewesens. Zum theoretischen Teil der Diensthundeführerin gehören die Kenntnisse über die Wesenseigenschaften des Hundes, sein Lernverhalten, seine Anatomie, Haltung und Pflege. Außerdem stehen die Erste Hilfe beim Hund sowie das taktische Vorgehen im Einsatz auf dem Stundenplan.

Im praktischen Teil trainieren Hundeführerin und Hund die Unterordnung, die Schutzdienstarbeit und den Umgang mit dem Beißkorb. Dazu gehört auch das Proben von Überfällen. Hier lernt Buddy, den Scheintäter sofort abzuwehren. Bei der Abschlussprüfung muss sich zeigen, ob sich Buddy an der Leine führen lässt, keine Probleme mit Personengruppen hat, auf alle Grundbefehle sofort reagiert und Hindernisse überwinden kann. Den Schutzdienst muss er beherrschen, um seine Diensthundeführerin bei der Identitätsfeststellung und eventuellen Angriffen zu schützen. Die Diensthundeprüfung steht jährlich für beide an. Damit wird die Diensttauglichkeit der Diensthunde und der Diensthundeführer sichergestellt.

Buddy ist seit Dezember 2018 bei Elena Effenberger und lernt seitdem regelmäßig die Grundbefehle der Unterordnung und des Schutzdienstes. Außerdem trainiert er, sich in den verschiedensten Situationen in der Stadt zurecht zu finden, ohne sich ablenken zu lassen. Dazu gehört Straßenbahn fahren, das Laufen auf verschiedenen Untergründen sowie die Konzentration in Menschenmengen. Sein Vorbild ist Diensthund Nick, der seit 2015 zum Team der Einsatzgruppe gehört und von Marcel Langenbacher geführt wird.

Seit 2005 hat das Dresdner Ordnungsamt Diensthunde im Einsatz: Nick: vier Jahre alt; Deutscher Schäferhund, seit 2015 im Dienst und Buddy: zehn Monate alt, Belgischer Schäferhund, ab Juli 2019 im Dienst. Diensthund Maximus schied leider Ende 2018 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst aus.
Für Buddy investierte die Stadt knapp 3 000 Euro, inklusive Gesundheitscheck und Prüfung der Eignung als Diensthund. Die Ausbildung zweier Diensthunde kostet jährlich etwa 7 500 Euro.

Meist wirkt der Hund präventiv allein durch seine Anwesenheit bei Streifen in Fußgängerzonen oder auch in den Grünanlagen zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger. Neben der jährlichen Diensthundeprüfung findet einmal im Monat ein Training der Diensthundeführer und deren Hunde statt. Darüber hinaus nutzen die Diensthundeführer regelmäßig den Hundeplatz für eigene Trainingsstunden. Die Bindung zwischen Diensthundeführer und Diensthund ist sehr wichtig für einen sicheren Umgang miteinander und Grundlage für das Verlassen aufeinander.

Zum Tag des offenen Rathauses am 22. Juni 2019 können die Dresdnerinnen und Dresdner die Diensthunde des Ordnungsamtes live erleben.

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Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion