Greenpeace-Studie: Ökologische Vermögensteuer könnte München jährlich rund 240 Millionen Euro bringen

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Greenpeace-Studie: Ökologische Vermögensteuer könnte München jährlich rund 240 Millionen Euro bringen – Mehr Geld für bezahlbaren Wohnraum, Schulen und klimafreundliche Mobilität.

München/Hamburg, 26. 9. 2026 – Eine ökologische Besteuerung von Vermögen ab 100 Millionen Euro könnte München nach einer Modellrechnung jährlich etwa 240 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bringen. Das entspricht gut 40 Prozent des für 2026 geplanten Jahresfehlbetrags der Stadt. Zu diesem Ergebnis kommt die Fallstudie „München – Finanzen auf sichere Beine stellen“ des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace. Auch die wirtschaftsstarke Landeshauptstadt steht unter erheblichem Spardruck: Für 2026 hat sie Einsparungen von rund 253 Millionen Euro eingeplant, für 2027 weitere 388 Millionen. Die Studie zeigt, wie Einnahmen aus der Vermögensteuer nach dem Finanzkraftausgleich zwischen den Ländern über den kommunalen Finanzausgleich bei München ankommen könnten (Infografik). Die neue Publikation zu München ist Teil einer Reihe von Fallstudien zur kommunalen Finanznot.


„In München trifft beträchtlicher privater Reichtum auf fehlende Mittel für Schulen, bezahlbare Wohnungen und einen verlässlichen Nahverkehr“, sagt Barbara Happe, Greenpeace-Sprecherin für Steuergerechtigkeit. „Eine ökologische Vermögensteuer könnte der Stadt neuen Spielraum verschaffen, damit notwendige Investitionen nicht länger aufgeschoben werden müssen. Wenn öffentliche Angebote funktionieren und für alle bezahlbar bleiben, stärkt das auch das Vertrauen in die Demokratie.“

Schulbau verschoben, Nahverkehr unter Spardruck

Die Folgen klammer Kommunalfinanzen sind bereits spürbar: So wird beispielsweise der Ausbau des sanierungsbedürftigen Theodolinden-Gymnasiums verschoben; die Entwicklung des Schulstandorts Fernpaßstraße verzögert sich. Die Münchner Verkehrsgesellschaft soll im kommenden Fahrplanjahr rund 14 Millionen Euro einsparen. Vorgesehen sind unter anderem Einschränkungen bei der U7 und die Einstellung zweier Buslinien. Gleichzeitig fehlen Mittel für bezahlbaren Wohnraum und die Förderung klimaneutraler Gebäude. Damit könnte München laut Beispielrechnung jährlich rund 81 Millionen Euro für Schulen und Kitas, 60 Millionen Euro für das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude und rund 86 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau einsetzen. Weitere 14 Millionen Euro könnten den Betrieb von Bus und Bahn unterstützen – das entspricht dem für 2027 geforderten Sparvolumen der MVG.


Das Greenpeace-Steuerkonzept mit ökologischer Lenkungswirkung sieht eine Vermögensteuer von zwei Prozent auf Nettovermögen oberhalb von 100 Millionen Euro sowie einen zusätzlichen Steuer-Malus von 0,5 Prozent auf klimaschädliche Vermögen vor. Dies beträfe nur knapp 5000 Haushalte in Deutschland.

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Text: Greenpeace e.V.

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