“Merz lösch Feuer”: Greenpeace-Aktive protestieren bei Kabinettsklausur mit Feuerwehrauto für mehr Klimaschutz

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Merz lösch Feuer”: Greenpeace-Aktive protestieren bei Kabinettsklausur mit Feuerwehrauto für mehr Klimaschutz – Extremsommer 2026 kostet Deutschland mindestens 36 Milliarden Euro.

Neuhardenberg, 25. 08. 2026 – Mit einem Feuerwehr-Leiterwagen und dem Banner „Merz lösch Feuer“ demonstrieren Greenpeace-Aktivist:innen heute vor Schloss Neuhardenberg für besseren Klimaschutz. Dort berät die Regierungskoalition heute und morgen vor allem über Wirtschaftsthemen. Hitzeschutz und Klimaanpassung stehen zwar auf der Tagesordnung, die von der SPD geforderte Verankerung einer „Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz“ im Grundgesetz lehnt die Union jedoch weiter kategorisch ab.

Greenpeace macht mit der Aktion auf die Versäumnisse der Bundesregierung beim Klimaschutz aufmerksam. Diese werden von Jahr zu Jahr teurer: Die volkswirtschaftlichen Kosten des Extremsommers 2026 belaufen sich laut einer gestern veröffentlichten Greenpeace-Berechnung (https://act.gp/46ikc7G) auf mindestens 36 Milliarden Euro. Solange der CO2-Ausstoß nicht sinkt, wird die Schadenssumme tendenziell steigen. „Ein Sommer wie dieser kostet Deutschland schon jetzt eine Summe in der Höhe eines Prozents des Bruttoinlandproduktes“, sagt Thilo Maack, Greenpeace-Experte für Kriseneinsätze. “Eine Bundesregierung, die Verantwortung übernimmt, muss jetzt alles tun, um diesen volkswirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. Anpassung ist wichtig, aber dahinter müssen die Ursachen bekämpft werden – und das sind Kohle, Öl und Gas.”

Klimaschutz ist finanzierbar

Geld für die nötigen Investionen in Hitzeanpassung und eine beschleunigte Energiewende wäre vorhanden. Allein 2026 hat die Bundesregierung nach Berechnungen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace zusätzliche klimaschädliche Subventionen im Umfang von rund 11 Milliarden Euro beschlossen. Gleichzeitig nutzen Ölkonzerne die durch den Irankrieg gestiegenen Energiepreise für schamlose Übergewinne in Milliardenhöhe. Greenpeace fordert die Koalition auf, klimaschädliche Subventionen abzubauen, eine Übergewinnsteuer auf fossile Konzerne einzuführen und eine Steuer auf sehr große Vermögen zu prüfen, um damit Klimaschutz und Hitzeschutz verlässlich zu finanzieren.

„Die Mittel für wirksamen Klimaschutz sind vorhanden, sie werden aber falsch eingesetzt. Wer jährlich Milliarden für fossile Subventionen aufbringt, kann dieselben Summen auch in Klimaschutz und Hitzeschutz investieren“, so Maack. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, Klima- und Naturschutz als verbindliche Aufgabe im Grundgesetz zu verankern und nicht von vereinbarten Klimazielen abzurücken.


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Text: Greenpeace e.V.

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