Hamburg – Erster Bürgermeister eröffnet martini44 – das neue kulturelle und soziale Zentrum Eppendorfs

Im ehemaligen Krankenhaus Bethanien entsteht eine Mischung aus Wohnen, Pflege, Stadtteilkultur und Geschichtswerkstatt.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Hamburg -Hamburg – Bürgermeister Peter Tschentscher hat heute im ehemaligen Krankenhaus Bethanien an der Martinistraße 44 das neue kulturelle und soziale Zentrum Eppendorfs eröffnet. Die Stadt hatte das Gelände an die Genossenschaft Bauverein der Elbgemeinden vergeben. Die Genossenschaft hatte bei der Ausschreibung mit einem Konzept aus gefördertem Wohnen und sozialer und kultureller Nutzung überzeugt.

Bürgermeister Peter Tschentscher: „Mit dem Projekt martini44 entstehen günstige Wohnungen für Senioren und Familien und zugleich ein neues soziales und kulturelles Zentrum in Eppendorf. Projekte wie martini44 stärken die Quartiere und machen unsere Stadt lebendig. martini44 vereint Wohnen, Kultur und soziales Engagement. Die Bürgerinnen und Bürger können das neue Zentrum vielfältig nutzen und selbst mitgestalten. Möglich wurde dies durch eine der ersten Konzeptausschreibungen in Hamburg, bei der ein städtisches Grundstück mit einem denkmalgeschützten Gebäude nicht nach dem Höchstgebot vergeben wurde, sondern nach dem besten Konzept für ein modernes und lebenswertes Quartier.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das martini44 wird die neue Heimat der Kunstklinik und der Geschichtswerkstatt Eppendorf, die schon lange mit ihrer kulturellen Arbeit den Stadtteil bereichern. An dem neuen Ort entstehen mit den beiden Einrichtungen auf deutlich mehr Platz moderne Räume, die Begegnungen zwischen den Nachbarinnen und Nachbarn und die Beschäftigung mit unserer Geschichte ermöglichen. Mitten in Eppendorf bereichert das martini44 mit Kreativität, Energie und gesellschaftlichem Engagement den Stadtteil und wird weit darüber hinaus wirken.“

Das kulturelle Herzstück des martini44 bilden die Kunstklinik Eppendorf (ehemals Kulturhaus Eppendorf) und die Geschichtswerkstatt Eppendorf (ehemals Stadtteilarchiv Eppendorf). Die Kunstklinik Eppendorf wird in den neuen Räumlichkeiten künftig doppelt so viel Platz haben, wie zuvor in der alten Eppendorfer Polizeiwache, wo das Kulturhaus 30 Jahre war. Ein neuer großer und moderner Veranstaltungsraum und mehrere Gruppenräume und eine Gastronomie stehen künftig für das vielfältige Programm aus Lesungen, Konzerten und vielem mehr zur Verfügung. Auch die Geschichtswerkstatt Eppendorf erhält größere Räume für das Archiv und die stetig wachsende Bibliothek.

Auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Bethanien ist zudem eine neue Tagespflege für demenziell Erkrankte und eine Wohnpflegegemeinschaft entstanden. Darüber hinaus werden für die Baugemeinschaft „Martinis“ 24 öffentlich geförderte Wohnungen für überwiegend ältere Menschen gebaut, drei davon für Rollstuhlfahrende. Im Hinterhof entstehen drei neue Gebäude mit insgesamt 49 öffentlich geförderten Wohnungen für Familien.

Die Stadt hat das Vorhaben mit insgesamt 460.000 Euro gefördert. 400.000 Euro sind durch die Bürgerschaft mit dem Sanierungsfonds 2020 bereitgestellt worden und die Behörde für Kultur und Medien hat den Ausbau der neuen Räumlichkeiten mit 60.000 Euro gefördert.

***
Pressestelle Behörde für Kultur und Medien – Stadt Hamburg

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion