Im Fokus: Risikobeurteilung und risikoorientierte Untersuchung von Fisch

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Im Fokus: Risikobeurteilung und risikoorientierte Untersuchung von Fisch – Fortbildung für Sachverständige aus amtlicher Überwachung, Wissenschaft und Forschung.

Fisch ist ein beliebtes Lebensmittel. Doch es ist sehr empfindlich und leicht verderblich. Schon bei der Fischaufzucht, Verarbeitung und Lagerung sind höchste Hygienestandards einzuhalten. Die Eigenkontrollen der Lebensmittelunternehmen sind zwingend, die amtlichen Lebensmittelkontrollen sind notwendig. Schulungen für Sachverständige sind daher unerlässlich. Das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse (IFF) Cuxhaven des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat nun zu einer dreitägigen Tagung zur „Lebensmittelsicherheit und -qualität von Fischen und Fischereierzeugnissen“ eingeladen.


Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen Sachverständige von Dienstag, 3., bis Donnerstag, 5. November, zur Tagung nach Cuxhaven. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten aktuelle Fachinformationen sowohl für die Risikobeurteilung in Betrieben als auch für die risikoorientierte Untersuchung nach den rechtlichen Anforderungen an die Lebensmittelüberwachung. Die Kombination von Vorträgen, praktischen Demonstrationen von Untersuchungen und Übungen im Labor sowie Betriebsbesichtigungen in Unternehmen der Fischverarbeitung macht diese Weiterbildung bundesweit einmalig. „Durch Vorträge, Einblicke in die Herstellung und vertiefende praktische Übungen im Labor sollen sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch in der Praxis erprobte, erfolgreiche Methoden weitergegeben werden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal dieser Fortbildung“, sagt Dr. Edda Bartelt, Institutsleiterin.

Schwerpunkt der diesjährigen Fachtagung ist die Lebensmittelsicherheit bei ausgewählten Herstellungsprozessen und Produkten. Rechtliche und praktische Fragen stehen im Fokus: Wie muss der Fisch, das verarbeitete Produkt, richtig gekennzeichnet sein? Wie ist ein beginnender Verderb zu erkennen? Woher kommt der Fisch? Ist es tatsächlich eine Seezunge? Tierarten müssen bestimmt und differenziert werden können – aus dem ganzen Fisch, aus einem Filet oder aus einem verarbeiteten Produkt. Außerdem werden praktische Demonstrationen und Übungen im Labor zu Fisch-, Krebs- und Weichtierarten und zu speziellen Untersuchungsverfahren gezeigt.

Zu den weiteren Themen der Veranstaltung gehören die Untersuchung auf Rückstände von pharmakologisch wirksamen Substanzen in Fischen und Fischprodukten, die mikrobiologische Untersuchung von Fischereierzeugnissen oder die Untersuchung auf Parasiten in den Produkten. Auch werden Radioaktivitätsmessungen gezeigt.


Die Tagung dient Sachverständigen aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung, wie Tierärztinnen und Tierärzten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den unterschiedlichen Forschungseinrichtungen, als Fortbildungsveranstaltung und als Erfahrungsaustausch. Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen amtlichen Untersuchungseinrichtungen und den kommunalen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden ist ein weiterer wichtiger Aspekt.

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Text: Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

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