Olga Fritzsche (Die Linke): „Nicht mal Notunterkünfte haben noch Plätze: Lage von Obdachlosen in Hamburg bleibt dramatisch – 2.196 wohnungslose Menschen warten derzeit auf einen Platz in einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft der Stadt. Hinzu kommen 1.112 sogenannte Überresidente in den Erstaufnahmeeinrichtungen, die ebenfalls auf eine Unterbringung warten. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage (Drs.23/4663) der Linksfraktion hervor.
Dazu Olga Fritzsche, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft:
„Dass tausende Menschen in Hamburg trotz Obdach- oder Wohnungslosigkeit keinen Platz in einer Unterkunft bekommen, ist ein unhaltbarer Zustand. Gleichzeitig sind auch die Notunterkünfte für obdachlose Menschen sowie spezialisierte Angebote, etwa für junge obdach- und wohnungslose Menschen, nahezu vollständig ausgelastet.
Dabei ist eine Unterkunft weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf: Sie ist die Voraussetzung dafür, Stabilität zu gewinnen und den Weg zurück in ein eigenständiges Wohnen zu ermöglichen. Schon jetzt haben wohnungslose Menschen auf dem angespannten Wohnungsmarkt kaum eine Chance. Wenn sie nun nicht einmal mehr einen Platz in einer Unterkunft bekommen, verschärft sich ihre Notlage weiter. Der Senat muss endlich ausreichend Unterbringungsplätze schaffen und die Vermittlung in dauerhaften Wohnraum massiv ausbauen. Wer Menschen nicht einmal einen sicheren Schlafplatz bieten kann, verwaltet Wohnungslosigkeit nicht nur – er zementiert sie.”
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Text: Die Linke. Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft