Erster Nachtfrost: Mitternachtsbus in Hamburg bringt nachts heiße Getränke für obdachlose Menschen

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Erster Nachtfrost: Mitternachtsbus in Hamburg bringt nachts heiße Getränke für obdachlose Menschen – Mitternachtsbus der Diakonie bringt heiße Getränke.

In Hamburg sinken die Temperaturen nachts erstmals unter null Grad, es könnte schneien. Für die rund 3.800 obdachlosen Menschen in Hamburg bedeutet das eine Gefahr. Ihnen stehen zwar circa 1.300 Notübernachtungsplätze (inklusive ganzjähriger Angebote und Wärmestube) zur Verfügung. Doch die großen Standorte mit rund 700 Betten waren im letzten Jahr nie vollständig ausgelastet. Offensichtlich verbringt ein Teil der Betroffenen die Nächte lieber im Freien als in Mehrbettzimmern zu übernachten.

„Menschen, die obdachlos sind, befinden sich fast immer in einer existenziellen Krise”, sagt Stefanie Koch, Wohnungslosenexpertin der Diakonie. „Sie sind hilfebedürftig und brauchen Rückzugsorte. Unsere Sozialarbeitenden in der Wohnungslosenhilfe berichten, dass Klient*innen Mehrbettzimmer aufgrund der Unruhe und wegen ihrer eigenen psychischen Verfassung nicht nutzen können.“ Um eine gesundheitliche Abwärtsspirale zu vermeiden, in der selbst einfache Infekte lebensbedrohlich werden können, sei eine sichere Unterkunft entscheidend. „Die eigene Wohnung ist der beste Erfrierungsschutz“, so Koch.

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Wer die Nächte bei Frost auf Hamburgs Straßen verbringen muss, kann sich auf den Mitternachtsbus der Diakonie verlassen. Jede Nacht bringen Ehrenamtliche heiße Getränke, Backwaren, warme Decken, Schlafsäcke, Kleidung und Anteilnahme. Sie weisen außerdem auf weiterführende Hilfeeinrichtungen und die Schlafplätze im Winternotprogramm hin. „Für die kalten Nächte haben wir dicke Socken, warme Schuhe und andere Winterbekleidung als Notversorgung an Bord, damit sich die Leute nachts warmhalten können“, sagt Corinna Schnaus, Leiterin des Mitternachtsbusses. Sie bittet Hamburger*innen, die einen obdachlosen Menschen auf der Straße sehen, genau hinzuschauen: „Fragen Sie, ob Hilfe benötigt wird. Ein heißes Getränk kann manchmal sehr hilfreich sein. Und wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, bieten Sie gerne an, einen Rettungswagen zu rufen.“

Die Diakonie fordert einen Hamburger Aktionsplan gegen Obdach- und Wohnungslosigkeit, um dem Ziel, diese bis 2030 abzuschaffen, näher zu kommen. Und arbeitet selbst an Lösungen: Im Neubauprojekt Diakonie-Haus Münzviertel, das bis 2026 Wohnraum für 31 wohnungslose Menschen schafft. Oder mit dem Projekt Housing First Hamburg, das obdachlosen Menschen Wohnraum vermittelt.

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Text: Diakonisches Werk Hamburg

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