Aktuell laufen zum Beispiel Internationale Bauausstellungen in Stuttgart, Heidelberg, Wien, Parkstadt, Thüringen und Basel. Ob neuer sozialer Wohnungsbau oder „Wachstum im Wandel“, jede IBA steht unter einem eigenen Motto. Der Bevollmächtigte Roland Theis sagte dazu: „Eine IBA ist next practice und soll damit in Zukunft best practice werden. Was wir zur Umsetzung brauchen, ist der gemeinsame politische Wille der Großregion und eine sorgfältige und gründliche Machbarkeitsstudie aus wissenschaftlicher Perspektive. Deshalb erfolgt die Erstellung dieser Studie im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes der htw saar, die Trägerstruktur der sogenannten „Prä-IBA-Werkstatt“ ist, unter der Leitung von Prof. Stefan Ochs. Was eine IBA aber vor allem braucht, ist der Mut zum Gelingen, neue Wege zu gehen und etwas noch nie Dagewesenes zu wagen.“
Mit dem Motto „Die Großregion gemeinsam voranbringen“ setzt die saarländische Gipfelpräsidentschaft im 17. Gipfel der Großregion ganz bewusst auf die Querschnittsmethode Partizipation. „Die Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen, sie mitwirken zu lassen und mehr Transparenz und Bewusstsein für die Chancen der Großregion zu schaffen – das haben wir uns zum Ziel gesetzt“, so Theis. In diesem Kontext hebt er vor allem den neuen Kooperationsfonds der Großregion hervor. Was im Juni dieses Jahres als Pilotprojekt begann, wird im folgenden Jahr fortgeführt. Theis unterstreicht: „Das ist ein Novum und ein Quantensprung in der Kooperation. Es handelt sich um einen Kooperationsfonds, der sich ausschließlich an die Zivilgesellschaft richtet. Damit unterstützen wir kleinere Projekte, die sonst nicht über die notwendigen Ressourcen zur Realisierung von grenzüberschreitenden Begegnungsmaßnahmen zwischen Bürgerinnen und Bürgern verfügen würden.“ Mögliche Förderprojekte können beispielsweise Sportaustausche sein oder der Aufbau von Partnerschaften und Kooperationen in Bereichen wie, (berufliche) Bildung, Tourismus, Umwelt, Gesundheit und Soziales. Die bisherige Erfahrung zeigt: Der Kooperationsfonds wird sehr gut angenommen. Für Roland Theis steht fest: „Das ist gelebtes Europa, das ist unser Europa im Kleinen, das ist Bürgernähe und auf diese Weise können Menschen „Europa konkret erleben“.
Darüber hinaus betonte der Bevollmächtigte in seiner Rede die Bedeutung der Großregion für das Saarland: „Wir in der Großregion leben im Herzen von Europa – das hat im Saarland unsere Identität geprägt. Wir haben bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bereits viele Fortschritte gemacht. Aber: Auf diesen Erfolgen dürfen wir uns nicht ausruhen. Wir müssen sie als Motivation nehmen, sie weiter auszubauen und daran anzuknüpfen, um den 11,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der Großregion einen echten Mehrwert zu bieten. Wir wollen die Grenzregion nicht nur verwalten, sondern sie aktiv gestalten, um sie lebendiger, vielfältiger und verständlicher zu machen!“
***
Lisa Fetzer
Pressesprecherin
saarland.de