Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - OsnabrückStadt Osnabrück (NI) – Bei der Stadt Osnabrück laufen die Vorbereitungen des Impfzentrums in der Schlosswallhalle auf Hochtouren. Ziel ist es, am 15. Dezember betriebsbereit zu sein – auch dann, wenn bis dahin noch kein Impfstoff vorliegt. Die Entscheidung für die Halle ist unter hohem Zeitdruck gefallen. „Es ist jedoch keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben“, sagt Stadträtin Katharina Pötter, die den Krisenstab leitet. „Wir haben die Halle und diverse alternative Standorte eingehend auf ihre Tauglichkeit als Impfzentrum geprüft.“ Anhand vieler Kriterien lässt sich letztlich festhalten, dass es sich bei der Halle nicht nur um die schnellste, sondern auch um die beste Lösung handelt.

Konkret sah diese Prüfung so aus: Die durch den städtischen Krisenstab eigens einberufene Findungskommission hat in kurzer Zeit eine Vielzahl potenzieller Liegenschaften identifiziert. Eine gute Handvoll kam in die engere Auswahl und wurde genauer begutachtet. Fazit: „Es waren Gebäude darunter, die den hohen Ansprüchen des Landes an ein Impfzentrum nicht genügen“, erklärt Pötter. „Andere Liegenschaften wären vielleicht geeignet gewesen, doch die Eigentümerinnen und Eigentümer waren nicht bereit, sie für einen Zeitraum von mehreren Monaten zu vermieten.“ Darüber hinaus konnte den potenziellen Vermietern kein konkreter Mietzeitraum genannt werden, da derzeit nicht abgeschätzt werden kann, wie lange das Impfzentrum benötigt wird. Am Ende führte insbesondere dieser Umstand dazu, dass ausschließlich stadteigene Liegenschaften in Frage kamen.

Hinzu kommt aber auch, dass die Schlosswallhalle als Impfzentrum sehr gut geeignet ist. „Diese Halle erfüllt sowohl mit ihrer Größe als auch mit ihrer Lage und ihrer Erreichbarkeit für verschiedene Verkehrsmittel die Kriterien sehr gut“, sagt Dietrich Bettenbrock, der als Leiter der Feuerwehr Osnabrück der Findungskommission angehört. Es kommt hinzu, dass die Sporthalle barrierefrei zu betreten ist, über die erforderliche technische Infrastruktur verfügt und die Möglichkeit bietet, kleine, räumlich voneinander abgetrennte Einheiten zu schaffen und sogenannte Impfstraßen einzurichten – genau so, wie es für ein Impfzentrum erforderlich ist. Darüber hinaus ist es in der Schlosswallhalle sehr gut möglich, abhängig von der Impfbereitschaft in der Bevölkerung, die Kapazität des Impfzentrums anzupassen.

Für die Monate, in denen die Halle als Impfzentrum genutzt wird, steht sie nicht für den Sport zur Verfügung. „Wir stehen in Kontakt mit dem Ratsgymnasium sowie mit den betroffenen Vereinen, um zunächst einmal die Bedarfe abzufragen“, sagt Katharina Pötter. „Ziel ist, möglichst für alle Beteiligten eine angemessene Alternative für den Zeitpunkt zu finden, an dem die Corona-Lage Sport wieder zulässt.“ Die Leiterin des Krisenstabes stellt klar: „Von den Impfungen profitiert auch der Sport. Wir sollten alle dankbar dafür sein, dass wir schon so weit sind, bald impfen zu können. Damit hatte noch vor kurzem keiner gerechnet. Je schneller wir damit sind, desto schneller kann auch wieder Sport getrieben werden.“

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