Dresden / Sachsen – Weinbau: Erfahrungsaustausch an der Mosel – Staatsminister Schmidt besucht Steillagenzentrum in Rheinland-Pfalz

Winzer und Landwirt - Landwirtschaftsmagazin - Aktuell -Dresden / Sachsen – Weinbau: Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (14. Oktober 2019) das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel (DLR Mosel) in Bernkastel-Kues (Rheinland-Pfalz) besucht.

Im Rahmen des Besuchs informierte sich der Minister über die dortigen Erfahrungen im Bereich des Steillagenweinbaus. Das DLR Mosel ist eines von sechs Dienstleistungszentren im Geschäftsbereich des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Neben den Themen der Landentwicklung und Ländlichen Bodenordnung sowie der Investitions- und Marktförderung für die landwirtschaftlichen Betriebe werden im DLR Mosel landesweit schwerpunktmäßig Fragestellungen zum Steillagenweinbau bearbeitet.

»Der Steillagenweinbau ist eine wirtschaftliche Grundlage und prägendes Element für das Anbaugebiet Mosel – das weltweit größte zusammenhängende Riesling-Steillagengebiet. Diese einzigartige Kulturlandschaft ist zugleich Grundlage für den Tourismus und somit sehr gut vergleichbar mit unserer Weinbauregion im sächsischen Elbtal«, sagte Staatsminister Schmidt.

»Der Erhalt des Steillagenweinbaus ist auch im Freistaat Sachsen eine wichtige Aufgabe, die der Freistaat unterstützt – zum Beispiel mit der vor wenigen Wochen gestarteten Förderung für den Erhalt von Rebflächen in Steillagen oder einer Konzeption zur Optimierung der Steillagenbewirtschaftung, die wir erarbeiten lassen.«

Im Mittelpunkt der Besichtigung stand das weinbauliche Versuchswesen des DLR Mosel. In dem weinbaulichen Versuchsbetrieb werden Untersuchungen zu Fragen des Weinanbaus sowie der Mechanisierung der Weinbergsarbeit durchgeführt und neue Strategien zum Pflanzenschutz entwickelt. Die Gesamtstrategie zur Förderung des Steillagenweinbaus an der Mosel ist in einem »Steillagenkonzept« zusammengefasst.

»Elementarer Bestandteil unserer Zukunftsinitiative simul+ ist die Erforschung von modernen Technologien im Bereich der Landwirtschaft. So werden im Projekt ‚Kognitive Robotik 2.0 im Garten-, Obst und Weinbau‘ autonome Fahrzeugplattformen mit verschiedensten Anwendungsmodulen zur Überwachung und Pflege der Bestände entwickelt, die insbesondere bei der Einsparung von Ressourcen helfen werden. Der Erfahrungsaustausch mit den ‚Steillagen-Experten‘ an der Mosel war sehr wertvoll. Ich hoffe, dass wir den Austausch intensivieren können«, so der Minister abschließend.

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Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion