Hamburg – Ombudsstelle in der Flüchtlingsarbeit: Zweiter Jahresbericht vorgestellt

Zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 30. Juni 2019 wurden rd. 140 Anliegen bearbeitet.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Hamburg -Hamburg – Im Berichtsjahr hat die Ombudsstelle hauptsächlich Probleme im Zusammenhang mit der Unterbringung bearbeitet. Die Anliegen wurden mehrheitlich von Geflüchteten vorgetragen und überwiegend im Sinne der Betroffenen gelöst.

80 Beschwerden gingen rund um das Thema Wohnen, gefolgt von Problemen mit Behörden (15), Gesundheit und Ausländerrecht (jeweils neun). Das Thema Gewalt spielte bei fünf Anliegen eine Rolle, vier zum Thema Arbeit, drei zur Familienzusammenführung und zwei Lärmbeschwerden.

Vorgetragen wurden die Anliegen mit großer Mehrheit von Geflüchteten (85), gefolgt von Ehrenamtlichen und dem Hauptamt (jeweils 26). Nachbarn von Flüchtlingsunterkünften waren kaum vertreten (2).

Bei der Mehrheit der Fälle wurde für Abhilfe gesorgt

Bei 64 Fällen konnte nach Recherche und in Zusammenarbeit mit weiteren Stellen Abhilfe geschaffen werden. Dabei kam es bei 25 Anliegen zu Alternativlösungen: z. B. wurde eine Verlegung gewünscht, es konnte aber eine zufriedenstellende Maßnahme in der bisherigen Unterkunft gefunden werden. In 40 Fällen hat die Ombudsstelle beraten und an andere Stellen verwiesen. Bei 20 Beschwerden konnte nach einer Recherche festgestellt werden, dass diese unberechtigt waren. Und in 11 Fällen hat eine fehlende Mitwirkung der Betroffenen eine Lösung verhindert. Vier Fälle sind noch in Bearbeitung.

Im Berichtszeitraum wurden zudem diverse Gespräche mit den verschiedensten Akteuren in der Flüchtlingsarbeit, Behörden, Einrichtungen usw. geführt und verschiedene Einrichtungen besucht. Insgesamt fanden 65 Kontakte dieser Art statt, dazu zählt auch der halbjährlich durchgeführte „Runde Tisch“ der Ombudsstelle, der die Akteure in der Flüchtlingsarbeit zusammenbringt und die Möglichkeit bietet, sich über aktuelle Flüchtlingsthemen auszutauschen und Wünsche an die Ombudsstelle zu richten.

Ombudsfrau Annegrethe Stoltenberg: „Die Integration der Geflüchteten wird über die nächsten Jahre weiterhin ein wichtiges Thema sein. Die Ombudsstelle hat sich dabei als vertrauliche Ansprechpartnerin zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren in der Flüchtlingsarbeit etabliert. Ich bin froh darüber, dass die Ombudsstelle ihre Tätigkeit bis zum Ende dieser Legislaturperiode ausüben wird.“

Den ausführlichen Jahresbericht finden Sie hier: www.hamburg.de/ombudsstelle-fluechtlinge.

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Stadt Hamburg – Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF)

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion