Kiel – Gesellschaft: Eltern sind mit der Arbeit in den städtischen Kitas zufrieden

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Kiel -Kiel (SH) – Gesellschaft: Die städtischen Kindertageseinrichtungen bekommen wieder gute Noten von den Eltern laut der siebten Kita-Elternbefragung, deren Ergebnisse Bürgermeisterin Renate Treutel am 2. Oktober 2019 vorstellte. Die Betreuungszeiten sind bedarfsgerecht, die Kinder fühlen sich in den Einrichtungen wohl, die Räume laden zum Spielen ein, Kitas machen einen einladenden Eindruck, benoteten überwiegend zufriedene Eltern.

Die Elternbeteiligung ist im Vergleich zur vorherigen Befragung 2016 noch einmal um drei Prozent gestiegen und erreichte mit 64 Prozent den höchsten Wert aller bisherigen Befragungen. Insgesamt 2.214 Eltern aus 37 Kindertageseinrichtungen und Familienzentren haben im Juni 2019 an der vom Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen durchgeführten Elternbefragung teilgenommen, die mit dem Stadtelternbeirat abgestimmt war. Um die Vergleichbarkeit herzustellen wurden die gleichen Fragen gestellt wie 2016, jedoch erstmalig unterschieden zwischen den Altersgruppen Kripn- Elementar- und Hortkinder.

Bei den Eltern der jüngsten Kinder war die Beteiligung am höchsten, 70 Prozent aller Krippeneltern (381 Eltern) haben bei der Befragung teilgenommen, bei den Elementareltern lag sie bei 66 Prozent (1.657 Eltern) und bei den Horteltern 46 Prozent (176). Über die hohe Beteiligung freut sich Bildungsdezernentin und Bürgermeisterin Renate Treutel am meisten: „Die hohe Beteiligung zeigt, wie hoch das Interesse der Eltern an Frühkindlicher Bildung ist, wie sehr ihnen eine qualitativ hochwertige Betreuung ihrer Kinder am Herzen liegt und wie wichtig eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kitas ist.“

Die Eltern haben die Kitas in drei Bereichen bewertet: allgemeine Zufriedenheit der Eltern, pädagogisches Konzept und wie Eltern die Eingewöhnungspraxis erleben. Die positive Rückmeldungen zeigen für Bürgermeisterin Treutel: „Wenn man die Ergebnisse genau studiert und mit der letzten Befragung vergleicht, wird deutlich, woran die Kitas in den letzten Jahren gearbeitet haben: an bedarfsgerechten Betreuungszeiten, daran, die Kindertageseinrichtungen einladend zu gestalten, an ihren Spielräumen und Bildungsangeboten, an der besseren Information und Kommunikation mit den Eltern“. In diesen Bereichen wurden höhere Werte erreicht als 2016. Das zeige wiederum, wie alle Anstrengungen und Investitionen an frühkindlicher Bildung lohnen und von Eltern anerkannt werden.

Eins zeigt die Befragung auch: Insgesamt ist die Zufriedenheit hoch, aber die Krippeneltern sind zufriedener und bewerten ihre Krippe besser als die Elementareltern. „Das ist verständlich“, meint Kathrin Seifert, die neue Leiterin des Amtes Kinder- und Jugendeinrichtungen: „Die Krippen haben bessere Rahmenbedingungen, räumlich sowie bei der Personalausstattung. Besonders der Personalschlüssel spielt hier eine große Rolle, wie viel Zeit, Aufmerksamkeit und Zuwendung einzelne Kinder von pädagogischen Fachkräften bekommen. Grundsätzlich nehmen wir alle Wünsche, Anregungen und die Kritik unserer Eltern ernst und entwickeln unsere Arbeit ständig weiter.“

Die in der Befragung mehrfach genannten Wünsche der Eltern für die Zukunft sind: häufigere und vielfältige Angebote und Ausflüge sowie der Einsatz von zusätzlichem Personal, vor allem bei hohem Krankenstand.

Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den Elternvertretungen in den einzelnen Einrichtungen ausgewertet und alle Eltern werden vor Ort informiert.

Die wichtigsten Ergebnisse der Elternbefragung:

90 Prozent aller befragten Eltern (Krippe- und Elementarbereich übereinstimmend) sagen: „Die Betreuungszeiten decken meinen Bedarf ab.“

87 Prozent der Elementareltern und 95 Prozent der Krippeneltern sagen: „Mein Kind fühlt sich in der Einrichtung wohl.“

76 Prozent der Elementareltern und 87 Prozent der Krippeneltern sagen: „Die Fachkräfte begegnen uns als aufmerksame Gesprächspartner.“

87 Prozent der Elementareltern und 94 Prozent der Krippeneltern sagen: „Die Räume laden zum Spielen ein“. Besonders gut bewertete Bildungsbereiche sind: Bewegung (Elementar 85 Prozent, Krippe 91 Prozent), Kreativ (Elementar 90 Prozent, Krippe 78 Prozent), Bauen (Elementar 86 Prozent, Krippe 81 Prozent) und Außenbereich (Elementar 84 Prozent, Krippe 83 Prozent).

Die Frage, ob die Eingewöhnung gut mit Eltern geplant wird und abgestimmt läuft, bekommt durchschnittlich von Elementareltern 85 Prozent Zustimmung und von Krippeneltern 94 Prozent.

Pressemeldung 872/2. Oktober 2019/Ku-ang
Stadt Kiel

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion