Deutsches Tageblatt - Politik - Aktuell -Kiel (SH) – Wohnungsbau: Unsere Stadt wächst seit einigen Jahren schneller, als alle Prognosen vorhergesagt haben. Kiel steht damit nicht allein da, sondern in einer Reihe von attraktiven Großstädten in Deutschland, die sich alle ähnlichen Herausforderungen stellen müssen. Dazu gehört vor allem, mehr Wohnungen für alle Preislagen zu bauen.

Gegen die Wohnungsknappheit und die seit dem Jahr 2014 steigenden Mieten haben wir schon einiges angeschoben. Zum Beispiel hat der Oberbürgermeister gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft und dem Mieterverein in einem Masterplan Wohnen das Ziel vereinbart, jedes Jahr 800 Wohnungen zu bauen. Dass die Stadt in diesem Jahr voraussichtlich Baugenehmigungen für über 1000 Wohnungen ausstellen wird, zeigt, dass wir vorankommen.

Der Wohnungsbau geht dabei allerdings wesentlich langsamer voran, als wir es uns wünschen würden. Die Stadt hat wichtige Aufgaben erledigt: Wir haben in einem Wohnbauflächenatlas Flächen zusammengestellt, die für Wohnungsbau kurzfristig zur Verfügung stehen oder für Wohnungsbau in den nächsten Jahren vertieft untersucht werden müssen. In unserer flächenarmen Stadt stehen nur begrenzt Flächen zur Verfügung. Deshalb müssen alle denkbaren Flächen untersucht werden. Dazu gehört auch die Fläche westlich des Suchsdorfer Siedlungsgebietes. Dass die Grünen ablehnen, die Fläche auch nur zu untersuchen, entlarvt die Illusionsmaschine, die die Grünen aufbauen, wenn sie ihren Kampf gegen den Flughafen Holtenau mit der städtischen Wohnungsknappheit begründen.

Um schneller Wohnungen zu bauen, ist vor allem die Wohnungswirtschaft gefordert, die die Flächen, die es gibt, endlich schneller entwickeln und bebauen muss! Die zuständige Stadträtin bereitet bereits weitere Übersichten vor, um Möglichkeiten beispielsweise zur nachbarschaftsverträglichen Nachverdichtung in bestehenden Wohngebieten und zum Ausbau von Dachgeschossen einzelner Häuser aufzuzeigen. Wir unterstützen die Stadtverwaltung in dieser Arbeit ohne Vorbehalt. Dabei setzen wir uns besonders dafür ein, gemischte Quartiere zu schaffen, in denen auch ein Anteil von 30% sozialer Wohnungsbau verwirklicht wird.

Bereits im März hat die Ratsversammlung mit unserer Unterstützung beschlossen, Schritte zu einer neuen städtischen Wohnungs(bau)gesellschaft zu gehen. Wir stehen ausdrücklich hinter dem Wohnungsstadtrat Gerwin Stöcken, wenn die Stadt wieder selber preisgünstige Wohnungen baut, so zum Beispiel am Schusterkrug.

Es sind auch viele sinnvolle gesetzliche Vorgaben, die dafür sorgen, dass der Wohnungsbau nicht das Tempo aufgenommen hat, das wir uns wünschen. Wir arbeiten aber daran, den Wohnungsbau in Kiel weiter zu beschleunigen.

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Urheber: Dr. Hans-Friedrich Traulsen
Fraktionsvorsitzender

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