Missunde III setzt Betrieb am 25. Juli fort – Kosel/Brodersby. Die „Missunde III“ nimmt nach einer Sicherheitsüberprüfung ihren Betrieb am Samstag, 25. Juli, wieder auf. Der Pächter der Schleifähre hatte diesen am 15. Juli unterbrochen. Der Fanghaken hatte sich nicht mit dem Landkeil verbunden, so dass die Solarfähre sich von den Anlegern löste.
Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark, Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH), der die Fährlinie zwischen Brodersby und Kosel betreibt, überprüfte die Sicherheitsbedenken des Pächters umgehend. „Es stimmt, dass die Fähre in bestimmten Konstellationen den Fanghaken nicht immer richtig getroffen hat“, sagt Wolf Paarmann, Pressesprecher des LKN.SH. „Deshalb rastete der Haken nicht immer komplett ein. Wir haben in einem gezielten Testprogramm Ursachen identifiziert und Lösungen gefunden.“ Vertreter des LKN.SH trafen sich am Freitagvormittag mit dem Pächter und seinem Team zu einem konstruktiven Austausch im Cafe „Kuchenhaus“ (Brodersby). Nach den Testfahrten wurde gemeinsam an Bord der „Missunde III“ der Beschluss gefasst, den Fährbetrieb am folgenden Tag um sieben Uhr wieder aufzunehmen.
„Die Sicherheit hat oberste Priorität. Und die Verbesserungen, die wir in den vergangenen Tagen umgesetzt haben, werden dazu führen, dass die Fähre noch sicherer zu bedienen sein wird“, so Paarmann.
Der LKN.SH habe sich in dabei in den vergangenen Tagen eng mit dem Fährpersonal abgestimmt. „Am Ende fährt der Pächter mit seinem Team das Schiff, deshalb müssen auch alle Fährleute ein sicheres Gefühl haben.“
Grundsätzlich funktioniere das System Fanghaken/Landkeil sehr gut, auch das hätten die Tests in den vergangenen Tagen ergeben, so Paarmann weiter. Aber in einer tiefen Keilstellung und bei Anfahrten im spitzen Winkel könne es tatsächlich passieren, dass der Fanghaken nicht richtig einraste. Der LKN.SH habe deshalb unter anderem die Fender – davon gibt es jeweils zwei an beiden Landkeilen – höher gesetzt und damit bei den Testfahrten gute Ergebnisse erzielt. „Dieses Schiff ist ein Prototyp und auch die Anlegetechnik ist ein Unikat, deshalb ist es nicht überraschend, dass im Dauerbetrieb Probleme auftauchen“, so Paarmann. „Wir setzen alles daran, diese der Reihe nach zu lösen, damit sie verlässlich und sicher funktioniert.“
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Text: Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein