Pirmasens – Stadtführer zeichnen am Samstag, 5. September 2020 die Geschichte der Wasserversorgung nach

Mittelrhein-Tageblatt-Nachrichten-aus-Pirmasens-RLP-Pirmasens – Die offene Stadtführung am Samstag, 5. September 2020, steht unter dem Titel „Von der Quelle bis zum Wasserwerk“. Die beiden Gästeführer Klaus Brenner und Herbert Pfeffer spannen den Bogen von den Brunnen bis hin zur technischen Versorgung der Siebenhügelstadt mit dem erfrischenden Nass.

Auf einem kurzweiligen Rundgang erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zum Schuster-, Schloß- und Wedebrunnen. Klaus Brenner erinnert aber auch an längst vergessene Anlagen wie zum Beispiel den Katzenbrunnen.

Das Wasservorkommen war seit der Gründung von Pirmasens maßgeblich für das Bestehen der Stadt. Zwischen den Hügeln Horeb, Husterhöhe und Blocksberg erbaut, erschwerte vor allem die Topographie die Versorgung der Bevölkerung mit dem nassen Element. Die Vorkommen waren nicht nur spärlich, sondern auch die Qualität – insbesondere des Trinkwassers – von schlechter Qualität.

Dieser besonderen Herausforderung stellte sich der deutsch-britische Ingenieur Adolf Friedrich Lindemann, der 1876 die Genehmigung zum Bau eines Wasserwerks erhielt. Von Rodalben aus sollte die aufstrebende Industriestadt mit Wasser versorgt werden. Gästeführer Herbert Pfeffer gibt den Teilnehmern einen Einblick in die damalige Zeit und zeigt die Schwierigkeiten auf, die in der Verrohrung bis zum notwendigen Wasserdruck bestanden. Auch der 1899 erbaute Wasserturm auf der Husterhöhe sollte für diesen vermehrten Wasserdruck sorgen. Das Funktionsbauwerk konnte allerdings erste 1908 in Betrieb genommen werden, weshalb aus den „Kränen“ in den höher gelegenen Häusern bis dahin zur „tröpfelschesweise“ Wasser kam, wie Autor Julius B. Lehnung in seinen Reihe „Geliebtes Pirmasens“ berichtet.

Auf einen Blick: „Von der Quelle bis zum Wasserwerk“ ist die offene Stadtführung am Samstag, 5. September 2020, überschrieben, die um 14.30 Uhr startet. Den Treffpunkt erfahren Teilnehmer nach einer verbindlichen Anmeldung beim Stadtarchiv unter der Telefonnummer 06331/842299. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnehmerzahl auf zehn Personen begrenzt. Zur Nachverfolgung eventueller Infektionsketten werden die Daten erfasst und nach vier Wochen automatisch gelöscht. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen, das Abstandsgebot von 1,5 Metern ist einzuhalten. Die Teilnahmegebühr beträgt drei Euro für Erwachsene, Kinder bis sechs Jahre sind frei. Dauer: Rund zwei Stunden.

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Stadt Pirmasens

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion