Projektion auf Elbphilharmonie: Forderung nach Tierverbot in Zirkussen – Hamburg, 24. September 2026 – Mit einer nächtlichen Protestaktion hat die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN auf die Haltung und Vorführung von Tieren im Zirkus aufmerksam gemacht. Anlässlich des aktuellen Gastspiels des Circus Krone in Hamburg projizierte die Organisation ihre Botschaft „Circus Krone: Tiere raus aus der Manege“ in Hamburg auf die Elbphilharmonie. Die Aktion ist Teil der Kampagne „Manage frei von Tierquälerei“ und fordert ein bundesweites Verbot von Tieren in Zirkussen.
Die Projektion zeigt animierte Bilder von einem dressierten Tiger, einem Pferd und einem Löwen hinter Gittern. Mit der Aktion macht VIER PFOTEN wiederholt auf die Probleme aufmerksam, die mit der Haltung, der Vorführung und dem Transport von Tieren in reisenden Zirkusbetrieben verbunden sind.
„Tiere, vor allem Wildtiere wie Löwen, haben komplexe körperliche, soziale und verhaltensbezogene Bedürfnisse, denen ein reisender Zirkusbetrieb niemals gerecht werden kann. Häufige Transporte, die dauerhafte Haltung in Gefangenschaft sowie unnatürliche Trainingsmethoden und Auftritte bedeuten enormen Stress für die Tiere. Deshalb gehören Tiere nicht in die Manege. Wir fordern Circus Krone und die Politik auf, endlich die Weichen für eine Zukunft ohne Tiere im Zirkus zu stellen“, sagt Ladina Bissinger, Campaignerin bei VIER PFOTEN.
Zeitgemäßer Zirkus braucht keine Tiere: Circus Krone und Politik in der Pflicht
Circus Krone gehört zu den letzten großen Zirkussen in Deutschland, die weiterhin Wildtiere präsentieren. Mit rund 80 Tieren auf Tour, darunter Löwen, Pferde, Kamele und Hunde, steht der Zirkus aus Sicht von VIER PFOTEN für eine Form der Unterhaltung, die nicht mehr zeitgemäß ist. Mit der aktuellen Aktion fordert die globale Tierschutzorganisation den Zirkus daher auf, die Haltung und Vorführung von Tieren zu beenden und den Wandel hin zu einem modernen Zirkus ohne Tiere einzuleiten.
Konkret appelliert VIER PFOTEN an Circus Krone
- die Haltung und Vorführung von Löwen, Tigern und anderen Tieren zu beenden,
- keine Wildtiere mehr zu züchten oder neu anzuschaffen,
- bereits gehaltene Großkatzen in geeignete Schutzeinrichtungen zu übergeben.
VIER FPOTEN bietet Unterstützung bei der Vermittlung von Löwen und Tigern in fachkundige Schutzzentren an.
Zugleich bekräftigt die Organisation ihre politischen Forderungen nach einem bundesweiten Verbot von Wildtieren in reisenden Zirkussen. Zahlreiche europäische Länder haben entsprechende Gesetze eingeführt.
Unabhängig von einer bundesweit einheitlichen Regelung könnte die Stadt Hamburg bereits jetzt Zirkusbetrieben mit Wildtieren ein Auftrittsverbot auf kommunalen Flächen aussprechen. Schon jetzt gibt es vollständige oder teilweise Verbote in zahlreichen deutschen Städten und Gemeinden, darunter beispielweise Berlin, München, Köln, Stuttgart, Rostock und Schwerin.
Nach Ansicht von VIER FPOTEN ist es an der Zeit, dass auch Deutschland und Hamburg konsequente Schritte für einen zeitgemäßen Tierschutz gehen.
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Text: VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz