Glücksernte – Warum Vertrauen kleine Wunder wachsen lässt

Glücksernte - Warum Vertrauen kleine Wunder wachsen lässt (c) Manuela Engel-Dahan

GlücksernteWarum Vertrauen kleine Wunder wachsen lässt – Ein neuer Gastbeitrag von Manuela Engel-Dahan: „Glücksernte“

Kann ein Baum uns wirklich berühren? Und was passiert, wenn wir beginnen, dem Glück wieder vertrauensvoll entgegenzugehen?

In ihrem Gastbeitrag „Glücksernte“ beschreibt Manuela Engel-Dahan berührende Momente mit Kindern im Wald und die Kraft vertrauensvoller Gedanken. Sie erzählt davon, wie kleine Wunder entstehen können, wenn wir offen bleiben für das Gute und wieder lernen, mit kindlichem Staunen durchs Leben zu gehen. Der Text ist eine inspirierende Einladung, Glück bewusst wahrzunehmen, an positive Fügungen zu glauben und dem Leben mit mehr Vertrauen zu begegnen.

Glücksernte

Ich will selbst prophezeien, was guttut

Gestern hatte ich wieder einen Kurs im Wald. Ich spreche mit den Kindern über Gefühle und habe kürzlich begonnen, vertrauensvoll mit jeder Klasse gemeinsam mit den Bäumen zu sprechen:

„Lieber Baum, bitte berühre mich.“

Und es geschehen Wunder. Oder wie soll man das nennen, wenn es funktioniert?

Ich habe schon einmal beschrieben, wie die Blätter langsam zu zittern beginnen, wie plötzlich ein Wippen einsetzt. Und dann, obwohl jemand gesagt hat: „Jetzt wird ja wohl der Ast nicht runterkommen“, legt sich plötzlich ein Ast auf die Schulter. Blätter berühren den Hals und umarmen einen regelrecht.

„Und ich habe gedacht, das ist eher symbolisch gemeint, dass der Baum einen berührt. Mit den Gedanken halt.“

Ja, auch.

Eben beides.

In Gedanken und in echt.

Ich glaube, so ist das auch mit dem Glück. Wenn wir vertrauensvoll formulieren:

„Wundervolle Schöpfung, reiche mir täglich ein Quäntchen Glück“,

dann passiert das auch. Dann geschehen plötzlich Wunder. Weil der Glaube Berge versetzt, Äste bewegt und glückliche Fügungen schenkt.

Weil die Energie den Gedanken folgt.

Es braucht Mut, an das Gute zu glauben. Weil man sich über die Angst vor dem Gelächter der Mitmenschen hinwegsetzen muss. Weil wir Angst haben, uns zu blamieren. Weil wir gelernt haben, dass man nicht kindisch sein darf.

Weil es auch einfacher ist zu sagen: Ich habe kein Glück.

Dann braucht es keine Anstrengung mehr. Dann darf man sich sofort zurücklehnen.

Aber was bringt das denn?

Ich will selbst prophezeien, was guttut.

Und wenn es sein muss, dann will ich Kind sein.

Dann will ich mich lächerlich machen.

Dann will ich es tun, wenn das der Schlüssel ist, um jeden Tag die Glücksquäntchen zu ernten.

Fang mich, du liebes Glück.

***
Bild & Text: © Manuela Engel-Dahan

Waldphilosophin und Krisenwandlerin

Impulsgeberin für Mensch und Wirtschaft

Auf dem Foto bin ich drei oder vier Jahre alt und stehe auf einer Wiese nahe dem Feldberg im Taunus. Dort hatte ich die ersten Berührungen mit dem Wald, wenn wir am Wochenende zum Picknick hinfuhren, zu dieser Zeit wohnten wir in Frankfurt-Sossenheim.

Haftung und Urheberrecht

Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der veröffentlichten Informationen. Beiträge, die von Dritten, wie z. B. Polizei, Feuerwehr, Vereinen oder Unternehmen bereitgestellt werden, liegen in der Verantwortung der jeweiligen Herausgeber. Jegliche Inhalte, einschließlich Hyperlinks auf externe Seiten, wurden sorgfältig geprüft, dennoch übernehmen wir keine Verantwortung für die Inhalte externer Seiten, auf die im Beitrag direkt oder indirekt verwiesen wird.

Alle Rechte an den Texten und Beiträgen sind vorbehalten. Das Teilen unserer Inhalte in sozialen Medien ist ausdrücklich gestattet, solange die Quelle angegeben wird. Die Vervielfältigung, Verbreitung oder sonstige kommerzielle Nutzung – auch auszugsweise – bedarf jedoch der schriftlichen Zustimmung der Redaktion.

Vier Pfoten Ratgeber
Nach oben scrollen
Cookie-Einstellungen Holger Korsten 150 Bewertungen auf ProvenExpert.com