Kamenz / Sachsen – 15 Millionen Euro für Kamenzer Gymnasium

Minister Schmidt: Paradebeispiel für nachhaltige Stadtentwicklung!

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Sachsen -Kamenz / Sachsen – Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (23. Januar 2020) dem Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Roland Dantz, zwei Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro übergeben. Die Mittel aus dem Programm »Nachhaltige Stadtentwicklung EFRE 2014 bis 2020« sollen für einen Erweiterungsneubau des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums sowie für die energetische Sanierung des Bestandsgebäudes dieses Gymnasiums verwendet werden.

»Lebendige und moderne Schulstandorte sind Grundelemente attraktiver Städte und Dörfer. Ich freue mich daher sehr, dass das Schulgebäude in der Henselstraße zu einem zentralen Schulstandort ausgebaut wird. Durch den Bau eines zentralen innerstädtischen Gymnasiums in räumlicher Nähe zu anderen weiterführenden Schulen werden Synergien entstehen, die die Bildungschancen aller Schüler vor Ort verbessern«, sagte Staatsminister Schmidt. »In den kommenden drei Jahren wird so ein moderner Schulcampus und ein soziokulturelles Zentrum entstehen. Das Projekt ist ein Paradebeispiel für nachhaltige Stadtentwicklung!«

Durch die Erweiterung der historischen Lessingschule sowie durch die grundhafte Umgestaltung der Außenanlagen werden zudem neue Möglichkeiten für außerschulische Nutzungen geschaffen. Bildungs- und Sozialträger aus dem Stadtteil können zukünftig auf dem Schulgelände kulturelle, Bildungs- und Beratungsangebote für die Öffentlichkeit anbieten. Es entstehen Räumlichkeiten für die Bibliothek, ein großer Veranstaltungsraum, eine Aula und eine Turnhalle. Der Innenhof soll von den Bewohnern des Stadtteils als Ort für vielfältige kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können.

Der Stadt Kamenz steht im Programm »Nachhaltige Stadtentwicklung EFRE 2014 bis 2020« für das Fördergebiet »Nachhaltige Stadtentwicklung – Kamenz« ein Rahmenbescheid in Höhe von 18,4 Millionen Euro zur Verfügung. Durch acht Einzelmaßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, Umwelt und Armutsbekämpfung sollen demografische, soziale und wirtschaftliche Benachteiligungen dieses Stadtgebietes ausgeglichen werden.

Hintergrund:

Das Programm »Nachhaltige Stadtentwicklung« ist in den Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung übergegangen. Im aktuellen Förderzeitraum ist der Freistaat Sachsen bereits zum dritten Mal mit einem eigenen EFRE-Programm für Stadtentwicklung vertreten und unterstützt damit sächsische Städte und Gemeinden bei der Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit. In dieser Förderperiode ist das EFRE-Programm mit 191,5 Millionen Euro ausgestattet. Davon stehen 141,7 Millionen Euro für den Programmteil »Integrierte Stadtentwicklung« zur Verfügung. Gefördert wird die Umsetzung von gebietsbezogenen integrierten Projekten für benachteiligte Stadtgebiete durch investive und nicht-investive Vorhaben. Insgesamt nehmen in der laufenden Förderperiode 21 Städte mit 23 benachteiligten Stadtquartieren am EFRE-Programm teil.

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Herausgeber: Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion