Erster Weißstorch ist heute in Hamburg eingetroffen! Weißstorch landete heute in den Vierlanden / Zug der besenderten NABU-Störche kann online mitverfolgt werden unter www.NABU-Hamburg.de/stoerche.
Hamburgs erster Weißstorch ist zurück! Das Tier landete heute Vormittag in einem Nest im West-Krauler Bogen in den Vierlanden im Bezirk Bergedorf. Er ist in diesem Jahr der erste Weißstorch, der seinen Brutplatz in Hamburg einnimmt. Aufgrund der frühen Ankunftszeit ist es wahrscheinlich, dass das Tier ein sogenannter Westzieher ist, mit einem Überwinterungsplatz in Spanien oder Portugal. „Es wäre auch möglich, dass dieser Storch gar nicht erst losgeflogen ist und den Winter im Hamburger Umland verbracht hat“, mutmaßt Jürgen Pelch.
Grund zur Sorge aufgrund der Witterung gibt es nicht. Die Kälte selbst macht den Vögeln wenig aus, denn sie können Wärme gut speichern. Störche können Temperaturen von minus 20 Grad durchaus vertragen, ihr dichtes Federkleid bietet einen guten Kälteschutz. Entscheidender ist das Nahrungsangebot. Solange die Vögel Schnecken, Würmer, Mäuse und kleine Fische zum Fressen finden, besteht keine Gefahr. Zudem kommen Störche auch ein paar Tage ohne Nahrung aus. Es gibt daher keinen Grund, sich Sorgen zu machen, wenn man einen Storch im Schnee sieht.
Störche sind sehr standorttreu, sie kommen immer wieder zum selben Horst zurück. Das Nest im West-Krauler Bogen brach im letzten Jahr nach dem Ende der Brutsaison zusammen und wurde im Herbst von der örtlichen Feuerwehr und dem NABU-Storchenexperten Jürgen Pelch aufwendig renoviert.
Auch „Jan“ und „Marco“, zwei der Weißstörche, die der NABU Hamburg mit einem Sender versehen hat, hat sich mittlerweile auf den Weg gemacht Richtung Norden. Unter www.NABU-Hamburg.de/stoerche kann man seinen und den Flug weiterer besenderter Weißstörche tagesaktuell mitverfolgen.
Bei den Weißstörchen erreicht das männliche Tier immer als erstes sein angestammtes Nest und bereitet dieses für die Partnerin vor, die in der Regel einige Tage später eintrifft. Die letzten Störche treffen Ende April in Norddeutschland ein. Dann beginnt sofort das Brutgeschäft. Das Gelege mit 3 bis 5 Eiern wird von beiden Partnern 32 bis 33 Tage bebrütet. Nach etwa zwei Monaten verlassen die Jungvögel dann das Nest. In 2025 haben in Hamburg 45 Storchenpaare 99 Jungtiere großgezogen.
Einen Blick in das Nest und das Brutgeschehen bei den beliebten Internetstörche „Fiete“ und „Jette“ ist ab sofort unter www.NABU-Hamburg.de/storchenwebcam möglich. Noch ist das Nest aber leer.
Bei Rückfragen: Jürgen Pelch, Referent für Storchenschutz NABU Hamburg, Tel. 0162/ 79 300 86
Der NABU ist mit über 30.000 Mitgliedern Hamburgs größter Umweltverband. Mit praktischem Naturschutz, politischem Druck und Umweltbildung sorgen NABU-Aktive überwiegend ehrenamtlich dafür, dass Hamburg grün und lebenswert bleibt. Weitere Informationen und Mitmachangebote unter www.NABU-Hamburg.de.
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Text: NABU Hamburg