Ludwigsburg – Technische Dienste sind gut gerüstet für Eis und Schnee

Winterdienstsaison startet am 1. November.

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Noch ist der Winter nicht gekommen – aber die Winterdienst-Fahrzeuge bei den Technischen Diensten Ludwigsburg sind bereits darauf vorbereitet. (Foto: Stadt Ludwigsburg)

Ludwigsburg (BW) – Jedes Jahr am 1. November startet bei den Technischen Diensten Ludwigsburg (TDL) die offizielle Winterdienstsaison. Aber die Vorbereitungen dafür beginnen schon sehr viel früher, nämlich bereits im August.

Stefan Spielmann ist Winterdienstleiter bei den Technischen Diensten Ludwigsburg. Bereits ab August beginnt er mit der intensiven Planung für die kommende Saison: Er schreibt Einsatzpläne und muss dabei Urlaube, Arbeitszeiten und rechtliche Vorgaben beachten. Darüber hinaus werden Fahrzeuge beschafft, die Salzhalle befüllt, ein Organisationsplan erstellt, die fünf Glättemeldeanlagen im Stadtgebiet gewartet, Mitarbeitende geschult und die Fahrzeuge für den Winterdienst aufgerüstet.

Die eigentliche Winterdienstsaison dauert dann vom 1. November bis zum 31. März. Bei der TDL sind etwa 75 Mitarbeiter bei voller Rufbereitschaft, sechs Großstreuer und 30 Schmalspurfahrzeuge jede Woche im Winterdienst eingesetzt. Geräumt werden 276 Straßenkilometer (Großstreufahrzeuge), 90 Kilometer Radwege und 31 Kilometer Gehwege und Treppenanlagen.

Wie verläuft nun so ein Tag im Winterdienst bei den Technischen Diensten Ludwigsburg?

Der Mitarbeitende, der für den Glatteiserkennungsdienst (GED) eingeteilt ist, fährt im Stadtgebiet Ludwigsburg seine Überprüfungspunkte ab und behält die Wettervorhersagen sowie die Glättemeldeanlagen (West, Hoheneck, Oßweil, Poppenweiler und Tammerfeld) im Blick. Sein Arbeitstag startet um 3 Uhr morgens. Wenn der „GED“ bei seinem Einsatz feststellt, dass die Temperaturen niedrig sind, widrige Straßenverhältnisse drohen und die Wetterapp Glätte und Schnee ankündigt, informiert er telefonisch alle LKW-Fahrer sowie die Einsatzleiter. Darüber hinaus werden Einsatzkräfte wie die Polizei in Kenntnis gesetzt, dass die TDL für den Winterdienst ausgerückt ist.

Nach der Alarmierung sind die Mitarbeitenden der TDL innerhalb von 30 Minuten auf dem Betriebshof und rücken mit ihren Kolonnen (Handtruppen) oder mit den Streufahrzeugen zum Winterdiensteinsatz aus.

Wir begleiten einen Mitarbeitenden bei seinem Winterdiensteinsatz im Streufahrzeug. Es ist noch dunkel, die nassen Straßen glänzen vor Glätte, vom Himmel fallen große Schneeflocken. Der Mitarbeiter setzt sich in sein Fahrzeug, verlässt den Hof der TDL und beginnt seine Streustrecke abzufahren. Für den Streuer und das Schneeschild hat er ein so genanntes „Bedienpult“, mit dem er die Richtung des Pfluges sowie die Einsatzmengen und Streubreite der Salz-/Solemischung einstellen kann.

Je nach Verkehrslage und Wetterverhältnissen dauern die Touren der Großstreufahrzeuge etwa drei bis vier Stunden. Dabei werden die Streufahrzeuge während oder nach Beendigung der Tour auch wieder mit Salz und Sole beladen. Die Großstreufahrzeuge sind mit circa 3,5 bis 5 Kubikmeter Streusalz befüllt. Zusätzlich haben diese Fahrzeuge jeweils noch einen Soletank für 4.000 bis 6.500 Liter Sole. Schon seit mehreren Jahren setzt die Stadt diese Salz-/Solemischung ein, um die Umwelt und die Ressourcen zu schonen, denn die Sole reduziert den Salzverbrauch. Ein weiterer großer Vorteil ist die längere Haltbarkeit dieser Salz-/Solemischung auf der Straße sowie die erneute Regenerierung bei Feuchtigkeit auf der Fahrbahn. Diese Eigenschaft macht die Straßen sicherer und verhindert Unfälle bei widrigen Wetterverhältnissen.

Für heute hat unser Mitarbeiter nun seine Streustrecke abgearbeitet: Er meldet sich beim Einsatzleiter ab und erklärt seine Tour für beendet. Falls keine weitere Unterstützung von ihm an anderer Stelle benötigt wird, kann er zurück auf den TDL-Hof fahren. Dort betankt er das Winterdienstfahrzeug, säubert es von Schmutz und Salz und stellt das Fahrzeug für den nächsten Einsatz in eine beheizte Fahrzeughalle ab.

Nach Beendigung der Tour werden die gesammelten GPS-Daten des Fahrzeuges an einen Server übermittelt. Hierbei wird die Streumenge, Strecke, Uhrzeit, Geschwindigkeit, Streubreite und der sich im Einsatz befindende Mitarbeiter abgespeichert. Die Daten dienen für Auswertungen sowie als Nachweis bei rechtlichen Belangen.

In der letzten Winterdienstsaison hatten die Mitarbeitenden der Technischen Dienste Ludwigsburg 18 Volleinsätze und 25 Teileinsätze. Die winterlichen Verhältnisse waren 2020/2021 in den Monaten Dezember, Januar und Februar sehr präsent. Der Januar 2021 war mit 23 Winterdiensteinsätzen der einsatzreichste Monat, es gab in der letzten Saison mehr Schnee als Glätte. „Wir sind gespannt, wie die Winterdienstsaison 2021/2022 verlaufen wird“, erklärt Winterdienstleiter Stefan Spielmann. „Auf alle Fälle fühlen wir uns für spannende und besondere Einsätze in Schnee und Eis gut gerüstet.“

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