Bad Ems – Corona-Aktuell 14.01.2022: Neue Post-Covid Ambulanz in der Hufeland-Klinik

Mittelrhein-Tageblatt - Stadtnachrichten - Bad Ems -Bad Ems – Corona-Aktuell 14.01.2022: In der Hufeland-Klinik ist nun auch die ambulante Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Post-Covid Syndrom möglich.

Post-Covid beschreibt ein Krankheitsbild, das nach einer akuten Corona-Infektion auftritt. Die Patientinnen und Patienten haben keine nachweisbaren Coronaviren mehr in ihrem Körper, leiden aber nach wie vor unter teils heftigen Beschwerden. Nach rund zwölf Wochen spricht man vom Post-Covid Syndrom. Dies betrifft je nach Studie rund 50 bis 80 Prozent der stationär behandelten Menschen; es trifft aber auch rund ein Drittel derjenigen, deren Krankheitsverlauf leicht oder symptomlos war.

Schon seit Beginn der Pandemie werden Covid- und Post-Covid-Patientinnen und -Patienten stationär in der Hufeland-Klinik behandelt. Sowohl auf der Akutstation als auch in der Früh-Reha und als Rehabilitationsmaßnahme. Nun hat auch die Ambulanz der Klinik die Zulassung der kassenärztlichen Vereinigung erhalten, Post-Covid Patientinnen und Patienten zu betreuen. „Leider erstmal nur für ein halbes Jahr und auch nur nach einer Überweisung durch einen niedergelassenen fachärztlich tätigen Internisten, nichtsdestotrotz freut es uns sehr“, so Chefarzt Dr. Wolfgang Neumeister. Konkret bedeutet dies, dass nicht der eigene Hausarzt in die Hufeland-Klinik überweisen kann, sondern nur beispielsweise ein Kardiologe oder Gastroenterologe.

Vorerst bis Ende Juni können nun aber Menschen, die Post-Covid Symptome bei sich feststellen, in der Hufeland-Klinik ambulant versorgt werden. Zu den typischen Symptomen zählen beispielsweise Kurzatmigkeit und Atemnot, Husten, extreme Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschwäche, Aufmerksamkeits- und Wortfindungsstörungen sowie der Verlust von Geschmack und Geruch.

„Wir haben in den letzten zwei Jahren eine hohe Expertise im Umgang mit dem Krankheitsbild aufgebaut und wissen daher, dass sowohl die Symptomatik als auch die Ausprägung der Beschwerden nicht nur bei jedem Menschen individuell ist, sondern zusätzlich von Tag zu Tag variieren kann“, erläutert Neumeister. In der Ambulanz erfolgt eine genaue Diagnostik mit Klärung der Hauptbeschwerden und anschließend wird die Therapie mit den Patientinnen und Patienten abgestimmt. Da die Hauptbeschwerden häufig die Atmung betreffen, sind Betroffene im pneumologischen Fachzentrum der Hufeland-Klinik natürlich besonders gut aufgehoben. Aber auch eine Überweisung zur beispielsweise Ergo-, Physio- oder Psychotherapie kommt in Betracht. „Wichtig ist uns, die Patientinnen und Patienten engmaschig zu betreuen. Die Ermächtigung der KV schließt in unseren Augen eine Versorgungslücke hier vor Ort, insofern hoffen wir darauf, dass sie im Juli erneuert wird.“

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Kerstin Gehring, Corporate Communications

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