Darüber hinaus dürfen ab diesem Zeitpunkt nur noch Koffer, Taschen und Rucksäcke mit ins Gebäude genommen werden, wenn diese zunächst am Eingang auf freiwilliger Basis kontrolliert wurden. Hintergrund dieser und anderer Maßnahmen ist die Tatsache, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bonner Stadtverwaltung immer häufiger Aggressionen und Gewalt ausgesetzt sind. Daher ist ein oberstes Ziel der Bundesstadt Bonn, die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten und die Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Besucherinnen und Besucher zu schützen. In diesem Zuge werden mittlerweile verbale Entgleisungen und Beleidigungen gegenüber den Beschäftigten der Stadtverwaltung konsequent zur Anzeige gebracht.
Im Zuge des Sicherheitskonzeptes setzt die Stadtverwaltung bereits Sicherheitskräfte im Rathaus Beuel, in der Oxfordstraße 19 und im Stadthaus ein. Es wurden Notrufknöpfe an Schreibtischen mit einer Direktaufschaltung zur Polizei installiert, ebenso eine interne Telefonalarmierung eingerichtet. Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe hat Vorgehensweisen, Tipps, Ratschläge und Handlungsempfehlungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet; sie werden ständig weiterentwickelt.
Darüber hinaus wurden bereits für verschiedene Ämter der Stadtverwaltung passgenaue Schulungen zum Thema Kommunikationsstrategien sowie Deeskalationstrainings angeboten. Nicht zuletzt werden über ein systematisches Deeskalationsmanagement die Wege klar definiert, um über einen Vorfall umfassend zu informieren. Einem Wiederholungsfall soll so möglichst vorgebeugt und eine optimale Nachbetreuung sichergestellt werden.
Und schließlich hat die Stadt gemeinsam mit dem Personalrat die Grundsatzerklärung zur gewaltfreien Arbeitsumgebung unterzeichnet.
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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn