Internationaler Tag der Milch : Tierschutzbund fordert Ende der Anbindehaltung

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Internationaler Tag der Milch: Tierschutzbund fordert Ende der Anbindehaltung – Zum heutigen Internationalen Tag der Milch erinnert der Deutsche Tierschutzbund daran, dass für die Produktion von Kuhmilch noch immer 410.000 Milchkühe in Anbindehaltung gehalten werden. Hinzu kommen Jungtiere, Bullen, Färsen – also junge Kühe, die noch kein Kalb bekommen haben – und Mutterkühe. Insgesamt etwa eine Million Rinder leben in Deutschland in Anbindehaltung. Der Internationale Tag der Milch dürfe deshalb nicht allein die Bedeutung der Milchwirtschaft in den Mittelpunkt stellen. Wichtig sei eine ehrliche Debatte über Tierschutz, die Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung und alternative pflanzliche Ernährungsformen, so der Deutsche Tierschutzbund.

Milch entsteht nicht im idyllischen Bilderbuchstall, sondern oft unter Bedingungen, die aus Tierschutzsicht nicht akzeptabel sind. Kühe sind soziale und bewegungsaktive Tiere – dennoch werden noch immer hunderttausende von ihnen den Großteil des Jahres oder sogar dauerhaft angebunden“, erklärt Dr. Melanie Dopfer, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund. Der Verband fordert ein klares gesetzliches Verbot sowohl für die ganzjährige als auch für die saisonale Anbindehaltung. „Das Anbinden von Rindern ist ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz“, so Dopfer.

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In der Anbindehaltung sind Rinder an einem Platz angebunden oder in starren Halsrahmen fixiert. Sie können sich weder frei bewegen noch sich umdrehen oder Sozialkontakte in ihrer Herde pflegen. Ihre arteigenen, natürlichen Grundbedürfnisse werden dadurch erheblich und langandauernd eingeschränkt. Sie stehen teils so beengt, dass nicht alle Tiere gleichzeitig liegen können, ohne sich gegenseitig zu behindern oder zu verletzen.

Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrer Kaufentscheidung Einfluss nehmen können. Pflanzliche Alternativen zu Kuhmilch schneiden in Umweltvergleichen regelmäßig deutlich besser ab – unter anderem beim Wasserverbrauch, bei den CO₂-Emissionen und beim Flächenbedarf. „Wer sich für Pflanzendrinks entscheidet, schützt nicht nur Klima und Ressourcen, sondern setzt auch ein klares Zeichen für Tierschutz“, sagt Dr. Isabel Knößlsdorfer, Fachreferentin für Veganismus beim Deutschen Tierschutzbund.

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Text: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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