Magdeburg – 7. Magdeburger Klimadialog: „Gut leben – auf Kosten anderer?“

Am 13. Februar um 18.00 Uhr im Hotel Maritim.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutschland - News - Magdeburg -Magdeburg (ST) – Die Landeshauptstadt Magdeburg und das Landesbüro Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung laden gemeinsam am Mittwoch, den 13. Februar 2019, zum 7. Magdeburger Klimadialog in das Maritim-Hotel ein. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Motto „Gut leben – auf Kosten anderer?“. Dazu spricht ab 18.00 Uhr Prof. Dr. Stephan Lessenich vom Institut für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der Eintritt ist frei; um Voranmeldung wird gebeten.

Eröffnet wird die Veranstaltung von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. Stephan Lessenich wird einen Impulsvortrag halten, der u. a. die Grundlage für die sich anschließende Diskussion bildet. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Thomas Kliche, Politologe und Psychologe an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

„Wir leben nicht über unsere Verhältnisse – wir leben über die Verhältnisse anderer. Den eigenen Wohlstand zu wahren, indem man ihn anderen vorenthält – das ist das heimliche Lebensmotto der entwickelten Gesellschaften.“ Diese Position vertritt Prof. Dr. Stephan Lessenich vom Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

In Südamerika existieren riesige Felder, auf denen unter massivem Chemikalieneinsatz Sojabohnen hergestellt werden, die dann als Mastfutter in den Mägen von in Europa, Nordamerika und China eingesperrten Tieren und dann wiederum in den Mägen der dortigen Bevölkerung landen.

Die Liste ließe sich endlos fortführen: Egal ob Palmöl aus Malaysia, Baumwolle aus Indien, Sand aus Indonesien oder Garnelen aus Thailand – immer profitiert der Globale Norden von den umweltzerstörenden und ausbeuterischen Produktionen im Globalen Süden. Das gilt nicht nur für die ausgebeuteten Produzentinnen und Produzenten, sondern auch für uns als Konsumentinnen und Konsumenten. Denn mit den Folgen der miesen Arbeitsbedingungen und der Ausbeutung der Naturressourcen müssen wir uns z.B. in Deutschland kaum herumschlagen.

„Wir lagern Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Wir schieben die negativen Effekte unserer Lebensweise systematisch Ländern und Menschen in anderen Weltregionen zu“, so Prof. Lessenich weiter. Der 7. Magdeburger Klimadialog greift diese Themen auf und lädt alle Interessierten herzlich dazu ein, ihre Fragen und Anregungen mit dem Referenten zu diskutieren.

Alle am 7. Klimadialog Interessierten werden gebeten, sich beim Landesbüro Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung anzumelden. Das ist bis zum 9. Februar 2019 entweder per E-Mail an info.magdeburg@fes.de oder per Fax an 0391/ 568 7615 möglich.

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Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion