Mainz – Kunst und Kultur: Fünf Kartausehandschriften mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz restauriert

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Mainz -Mainz – Kunst und Kultur: (rap) Im Rahmen des landeseigenen Pilotprogramms „Bestandserhaltung in Archiven, Bibliotheken und Museen in Rheinland-Pfalz“ hat die Stadtbibliothek Mainz Fördermittel für die Restaurierung von fünf spätmittelalterlichen Handschriften erhalten. Insgesamt stellt das Land für dieses Programm im Doppelhaushalt 2019/2020 jährlich 200.000 zur Verfügung, und in der ersten Förderrunde 2019 war die Stadtbibliothek eine von 14 Institutionen, deren Anträge gefördert wurden.

Die für das Restaurierungsprojekt ausgewählten Handschriften wiesen starke Benutzungs- und Lagerungsschäden auf. Auffällig war in allen Fällen der schlechte Erhaltungszustand der Heftung, gebrochene Bünde und stark gelockerte bis gelöste Lagen und Einzelblätter. Mechanische Abnutzung, schlechte Lagerung und Feuchtigkeitseinwirkung hatten zu den Schadensbildern geführt.

Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen: Drei Handschriften wurden durch die Restaurierungswerkstatt Martina Noehles, Mühlheim/Main restauriert, zwei Handschriften durch die Restauratorinnen Vera Gunder (Darmstadt) und Michaela Koch (Minden).

Die im 14. und 15. Jahrhundert geschriebenen Codices sind Teil der ehemaligen Mainzer Kartausebibliothek, die nach Aufhebung des Kartäuserklosters 1781 an die Alte Universitätsbibliothek gelangten und von dort aus zum Bestand der Stadtbibliothek als deren Nachfolgeinstitution wanderten.

Die hier insgesamt erhaltenen 624 Kartausehandschriften sind die größte und wertvollste Provenienzgruppe innerhalb der Handschriftensammlung der Stadtbibliothek.

Herausgeber:
Stadtverwaltung Mainz
Pressestelle | Kommunikation (Hauptamt)
Marc André Glöckner, Abteilungsleiter und Pressesprecher der Stadt Mainz
Stadthaus ‘Große Bleiche’ (Große Bleiche 46/Löwenhofstr. 1)
55116 Mainz

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion