Tübingen – Viele Verletzte: Schwerer Bahnunfall bei Tübingen-Kilchberg

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - TübingenTübingen –Kilchberg: Bei einem schweren Bahnunfall, der sich am Dienstagmittag in Tübingen-Kilchberg ereignet hat, sind nach derzeitigem Kenntnisstand acht Personen zum Teil schwer verletzt worden. Mehrere Personen erlitten zudem einen Schock.

Gegen 13.37 Uhr fuhr ein 52-jähriger Lkw-Fahrer, der mit seinem Fahrzeug auf einer Baustelle im Bereich der Bahngleise tätig war, auf den unbeschrankten Bahnübergang, worauf das Fahrzeug von einem in Richtung Rottenburg fahrenden Regionalzug erfasst wurde. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Lkw beiseite geschleudert, kippte um und kam mehrere Meter von der Unfallstelle entfernt neben den Gleisen zum Liegen. Hierbei beschädigte das Fahrzeug auch eine angrenzende Scheune.

Der schwer verletzte 52-Jährige, der aus seinem Lkw geschleudert worden war, wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Auch der 39 Jahre alte Lokführer zog sich schwere Verletzungen zu. Er wurde im Lokführerstand eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Ein Rettungswagen brachte ihn ebenfalls in eine Klinik. Von den Fahrgästen im Regionalzug wurden nach aktuellem Ermittlungsstand eine Person schwer und fünf Personen leicht verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Anzahl der Personen, die einen Schock erlitten hatten, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Von Rettungsdienst, Feuerwehr, Landes- und Bundespolizei waren zahlreiche Einsatzkräfte an die Unfallstelle ausgerückt.

Die betroffene Bahnstrecke musste gesperrt werden. Auch die L 370 zwischen Rottenburg und Tübingen-Weilheim war mehrere Stunden lang voll gesperrt. Die Fahrbahn konnte gegen 16 Uhr wieder beidseitig für den Verkehr freigegeben werden. Die Bergungsarbeiten der schwer beschädigten Lok sowie des Lkw dauern aktuell noch an. Derzeit kann die Höhe des Sachschadens noch nicht genau beziffert werden. Vorläufigen Schätzungen zufolge dürfte sich dieser jedoch auf mindestens eine Million Euro belaufen.

Die Verkehrspolizei Tübingen hat mit Unterstützung eines Sachverständigen die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. (mr)

OTS: Polizeipräsidium Reutlingen

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion