Am 20. März ist Weltspatzentag / NABU: Sperlinge werden immer seltener in Hamburg

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Am 20. März ist Weltspatzentag / NABU: Sperlinge werden immer seltener in HamburgDer Spatz pfeift nur noch selten von den Dächern.

Der NABU Hamburg weist zum Weltspatzentag am 20. März auf den Bestandsrückgang der Haussperlinge in Hamburg hin. Mit einfachen Maßnahmen kann jede*r helfen!

Anlässlich des Weltspatzentags am 20. März macht der NABU Hamburg auf die zunehmende Gefährdung eines Vogels aufmerksam, der lange als selbstverständlich galt: der Haussperling. Einst allgegenwärtig in Städten und Dörfern, sind Haussperlinge, umgangssprachlich auch Spatzen genannt, heute vielerorts deutlich seltener geworden. In Hamburg steht die Art bereits auf der Roten Liste. Er ist gefährdet (Kategorie 3), da er in den letzten 15 Jahre einen Bestandsrückgang von über 45 % auf 16.000 Revierpaare hinnehmen musste (Rote Liste der Vögel Hamburgs von 2018).

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Der Rückgang der Haussperlingspopulation hat mehrere Gründe. Moderne, sanierte Gebäude bieten kaum noch Nistmöglichkeiten, da Nischen und Hohlräume verschwinden. Gleichzeitig nimmt das Nahrungsangebot durch den Verlust von Hecken und wilden Ecken ab: Insekten, die vor allem für die Aufzucht der Jungvögel lebenswichtig sind, werden durch den Einsatz von Pestiziden und die zunehmende Versiegelung von Flächen immer rarer. Auch sterile Gärten mit Schotterflächen oder exotischen Zierpflanzen tragen dazu bei, dass Sperlinge weniger Lebensraum und Nahrung finden. „Haussperlinge benötigen dringend Unterstützung, damit sie nicht aus unserem Stadtbild verschwinden“, betont Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim NABU Hamburg. „Der Weltspatzentag erinnert daran, dass auch scheinbar alltägliche Arten unsere Aufmerksamkeit und unseren Schutz brauchen. Der Erhalt der Haussperlinge ist nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, sondern auch für das ökologische Gleichgewicht in unseren Städten“. Die Brutplätze von Haussperlingen an Gebäuden sind deshalb geschützt.

Mit einfachen Maßnahmen helfen

Schon mit einfachen Maßnahmen kann man den Tieren helfen. So freuen sich Haussperlinge immer über neue Nistplätze. Spezielle Nistkästen oder kleine Öffnungen an Gebäuden bieten dringend benötigten Wohnraum. Beim Neubau können Nistplätze integriert werden. Hilfreich sind auch naturnahe Gärten mit sonnigen Hecken und Gebüschen. Heimische Pflanzen fördern Insekten und liefern Samen – eine ideale Futterquelle für die gefiederten Nachbarn. Rar geworden sind außerdem Sandbadeplätze. Spatzen reinigen ihr Gefieder gerne in trockenem Sand oder Staub – ein ungewöhnlicher, aber effektiver „Wellness-Trick“.

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Der NABU Hamburg setzt sich aktiv dafür ein, dass wieder mehr Wohnraum für Sperlinge geschaffen werden. Im Rahmen des Projektes „Artenschutz am Gebäude“ berät der Verband Hausbesitzer*innen, Unternehmen und Kirchengemeinden bei der Auswahl und Anbringung von geeigneten Nistkästen und gibt weitere Tipps für eine vogelfreundliche Umgebung. Von diesem Projekt profitieren auch weitere Arten, die ebenfalls zu den Gebäudebrütern zählen, wie Mauersegler, Dohlen oder Turmfalken.

Weitere Informationen zu den Gebäudebrüter-Aktivitäten des NABU Hamburg sowie ein Portrait des Haussperlings finden Sie unter: www.NABU-Hamburg.de/gebaeudebrueter

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Text: NABU Hamburg

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