Fellwechsel bei Hund und Katze: Im Frühling wird es haarig – Hamburg, 19. März 2026 – Der Frühling ist da und so verlieren viele Vierbeiner jetzt ihr Winterfell. VIER PFOTEN gibt Pflegetipps, wie man Hund und Katze beim Fellwechsel unterstützt.
Ältere Tiere haaren längere Zeit als jüngere
Der Zeitpunkt des Haarwechsels wird hauptsächlich durch die Dauer des Tageslichts und die Umgebungstemperatur beeinflusst und kann sechs bis sieben Wochen andauern. Bei älteren Hunden dauert die Phase in der Regel etwas länger als bei jüngeren Artgenossen. Je nach Felllänge sollte man seinen Hund in der Zeit des Fellwechsels mindestens zwei- bis viermal die Woche bürsten. Dasselbe gilt für Katzen, um die Anzahl der losen Haare und somit die Haarballenbildung und das Verstopfungsrisiko beim Putzen für die Katze zu reduzieren.
Tägliches Bürsten unterstützt den Fellwechsel
„Der Fellwechsel im Frühjahr ist besonders intensiv, da das Winterfell wesentlich dichter ist als das Sommerfell. Um Hunden und Katzen diese Phase zu erleichtern, sollte das Fell täglich gut gekämmt oder gebürstet werden. Besonders die Unterwolle sollte mit speziellen, dafür vorgesehenen Kämmen oder Bürsten aus der Tierhandlung beseitigt werden. Das Ausbürsten von Verknotungen und Verfilzungen beseitigt abgestorbene und lose Haare. Die Haut des Tieres wird zudem durch das Bürsten massiert und besser durchblutet. Dies regt auch Talgdrüsen an, schützendes Fett zu produzieren. Da das Kämmen und Bürsten – besonders bei langem, dichten Fell – ziepen oder unangenehm sein kann, empfiehlt es sich, die Pflegeeinheiten rechtzeitig in kleinen Schritten belohnend zu trainieren und positiv zu verknüpfen“, sagt Dr. Sabrina Karl, Diplom-Biologin und Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN.
Auch Fell von nicht haarenden Hunden braucht Pflege
Es gibt auch Hunderassen, die kaum Haare verlieren: zum Beispiel Pudel oder Malteser. Dr. Sabrina Karl erklärt: „Das Fell von nicht oder kaum haarenden Rassen wächst kontinuierlich und sollte daher regelmäßig, zirka alle sechs bis acht Wochen, geschoren werden, damit es nicht verfilzt. Bei Terriern und anderen Trimm-Hunden hingegen wächst das Haar und stirbt dann ab. Entweder wird das alte, abgestorbene Deckhaar dann in regelmäßigen Abständen mit der Hand herausgezupft oder komplett getrimmt.“
Nährstoffe für einen gesunden Haarstoffwechsel
„Gerade in den haarigen Zeiten sollte auf eine ausgewogene und an diesen Inhaltsstoffen reiche Ernährung geachtet werden“, so die VIER PFOTEN Expertin. Für den gesunden Fellwechsel des Hundes sind neben Zink, Vitamin A und den B-Vitaminen besonders ungesättigte Fettsäuren unerlässlich. Ungesättigte Fettsäuren kommen beispielsweise in Borretsch-, Fisch- oder Nachtkerzenöl vor. Alle diese Nährstoffe sind in speziellen Tabletten oder Ölmischungen als Futterzusätze erhältlich. Für Katzen eignen sich Omega‑3 & Omega‑6 Fettsäuren – beispielsweise in Lachsöl ider Krillöl enthalten – Biotin und hochwertiges Protein als zusätzliche Nährstoffe. „Zudem gibt es spezielle „Hairball Control“-Futtermischungen, Anti-Hairball-Leckerlies oder Malzpasten, die unterstützend wirken können. Wichtig: Immer ausreichend Wasser anbieten, damit die Katze während des intensiven Fellwechsels nicht dehydriert“, so Dr. Sabrina Karl.
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Text: VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz