Filderstadt – Kunstschule Filderstadt: Jetzt fürs neue Semester anmelden!

„Linie, Fläche, Strich und plötzlich zeigt sich…“

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - FilderstadtFILDERSTADT (BW) – „Das Klackern der Kugel in der Dose, das zischende Geräusch, wenn man mit den Fingern den Sprühaufsatz berührt und die oft sehr kräftig leuchtenden Farben: schnell ist das Interesse geweckt, dies selbst ausprobieren zu wollen…“ Was hier für einen Graffiti-Workshop für Jugendliche wirbt, gilt ganz grundsätzlich für das vielseitige und spannende Angebot der Kunstschule Filderstadt (KSF) für Klein und Groß. Ab sofort können die Kurse fürs neue Semester gebucht werden.

Es stimmt. Das Blättern durch das druckfrische Programmheft der KSF macht neugierig – ja richtig Lust, selbst zu Pinsel, Stift, Säge, Bohrer, Meißel, Schweißgerät und anderem zu greifen und einfach einmal „loszulegen“. Kein Problem: Das Angebot für (Klein-) Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist riesig und bietet für jeden Geschmack und jede Neigung bestimmt das Richtige.

Barbara Grupp, die Fachbereichsleiterin der Jugendkunstschule, freut sich sehr, dass im neuen Frühjahrs- und Sommersemester 2020 zusätzliche Kurse der populären „Werkstatt für künstlerisches Gestalten“ angeboten werden. „An diesen Nachmittagen können sich die Kinder das Medium aussuchen, das ihnen am meisten liegt: Malerei, Zeichnung, Druck, Keramik, Gips, Mosaik oder auch Stoff“, erklärt die Bildhauerin, Sozialpädagogin und Kunsthistorikerin Grupp. Ein ganz neues Angebot für Kinder von zehn bis zwölf Jahren ist auf vielfachen Kundenwunsch entstanden: „Drehen auf der Töpferscheibe“ mit Angelina Weidner (Studentin der Kunsttherapie). Barbara Grupp: „Dieses künstlerische Arbeiten ist nicht ganz einfach. Es fordert und fördert die Konzentration, macht aber vor allem viel Spaß.“ Entstehen könne dabei vielerlei: unter anderem Schalen, Tassen, andere Gebrauchsgegenstände oder auch Kunstwerke.

„Wie kommt ein Bild ins Buch“

„Wie kommt ein Bild ins Buch?“ Mit dieser spannenden Frage beschäftigt sich die gleichnamige Veranstaltung für Mädchen und Jungs ab sieben Jahren mit der Illustratorin Fariba Gholizadeh. Im Ankündigungstext heißt es: „Hast Du Lust, eine kurze Geschichte durch farbige und pfiffige Bilder lebendig werden zu lassen? Dann bist Du in diesem Kurs genau richtig…“ Die Fachbereichsleiterin bewirbt des Weiteren die „Kunstwerkstatt“ (für Grundschulkinder), die die Stuttgarter Holzbildhauerin Susanna Giese anbietet. Diese schreibt im Programmheft: „Hier könnt Ihr ein eigenes kleines Kunstwerk erschaffen… hämmern, nageln, feilen oder das Holz bemalen.“ Und die Dozentin verspricht zudem eine spannende

Schatzsuche…

Zwei weitere große „Kreativ-Trends“ dürfen im neuen Semester der Jugendkunstschule natürlich nicht fehlen: „Urban Sketching“ und der Bereich „Graffiti“. Was ist „Urban Sketching“ überhaupt? Die freischaffende Künstlerin Nadja Pidan erklärt: „Linie, Fläche, Strich – und plötzlich zeigt sich auf dem Blatt Papier ein Stück Fenster, ein in der Luft schwebender Vorhang…“ Oder wie Angelina Weidner sagt: „Beim Urban Sketching geht es darum, in der Stadt zu zeichnen, seine Umgebung durch Zeichnungen festzuhalten.“ Dieser Kurs wird auch für Erwachsene angeboten.

„Zwei begnadete Graffitikünstler unterrichten jetzt in Filderstadt“

Auf einen „Coup“ ist Barbara Grupp ganz besonders stolz: „Zwei begnadete Graffitikünstler haben den Weg nach Filderstadt gefunden und unterrichten jetzt an unserer Kunstschule: Fabian Punkhardt (Kunsttherapeut) und Anthony Di Paola (Streetart-Künstler).“ Ihr gemeinsames Angebot lautet: „Du kannst entweder erste Erfahrungen machen und Sicherheit im Umgang mit der Dose gewinnen oder durch Unterstützung Deine Skills verbessern!“

Ein Stöbern im abwechslungsreichen Programm der Jugendkunstschule lohnt sich allemal. Dort findet sich Spannendes wie Kreatives bereits ab dem Kleinkindalter bis zum reifen Teenie.

Große Kunst im kleinen Kreis

Aber auch die „Großen“ – sprich die Erwachsenen – dürfen auf die kommenden Wochen und Monate in der Kunstschule Filderstadt gespannt sein. Deren Leiter, Ali Schüler, kann im Frühjahr/Sommer 2020 so manches Ass aus dem Ärmel schütteln. So zum Beispiel das Topangebot „Wochenendmalen im Chiemgau“. Im kleinen Kreis (mit höchstens fünf Personen) kann einmal an einem anderen Ort – weg vom Alltag und den Gewohnheiten – gemalt werden. Untergebracht wird die Gruppe in einem Landgasthof, gearbeitet wird im Privatatelier von Christine Bender, Malerin und Pädagogin. Entstehen können in dieser besonderen Kreativzeit Zeichnungen, Aquarelle, Monotypien, Collagen und Acrylmalereien. „Dieser Kurs bietet Erfahrungen, die man sicherlich nicht vergisst“, verspricht Schüler.

Aber auch „zu Hause“ – sprich an der Kunstschule in Plattenhardt selbst – gibt es jede Menge zu entdecken und auszuprobieren. Wie wäre es denn mit dem Kurs „Ölmalerei am Montagabend“? Die freischaffende Künstlerin Susanne Bäuerle zeigt, wie man mit Ölfarben in lasierenden Schichten gegenständlich nach Vorlagen oder auch abstrakt malen kann. Oder reizt die Veranstaltung mit der Nummer: 9592 und dem Titel „Tell me a story! Comiczeichnen für Erwachsene“? Die Dozentin Patricia Gomeringer-Prestle erklärt: „Comic und Grafic Novel sind spannende künstlerische Ausdrucksmittel. Superhelden, berühmte Enten und Mäuse oder mutige Gallier unterhalten uns mit ihren Geschichten in Wort und Bild. Darüber hinaus wird in großer Vielfalt auch von realen Personen aus Geschichte, Kunst, Sport oder Showbusiness erzählt…“

„Der Prozess ist das Ziel“

Ganz andere künstlerische Erfahrungen werden die Teilnehmenden des Kurses „Aus der Stille in die Fülle“ mit dem freien Künstler Max G. Bailly machen. Sein Angebot ist quasi „ein Weg aus der Kraft der Meditation in das Universum der Farben“. Zeiten der Stille stehen folglich vor den einzelnen Übungseinheiten. Der Ansatz des Künstlers: „Weniger das Einzelergebnis, der Prozess ist das Ziel“.

Kunstschulleiter Ali Schüler bewirbt fürs neue Semester unter anderem auch die hochkarätigen Angebote der digitalen Fotografie sowie der Bildbearbeitung. So stehen dieses Mal im Fokus: „Bessere Urlaubsbilder“ mit Thomas Krämer, „Portraitfotografie mit Tageslicht“ mit Mehmet Werner, „Makrofotografie“ sowie „Portraitfotografie in Nürtingen“ – beides mit Olaf Nagel.

„Wir präsentieren darüber hinaus die ganze Bandbreite des Drucks“, sagt Schüler nicht ohne Stolz. Mit Blick aufs bevorstehende Semester verweist der KSF-Leiter auf den Kurs „Experimentelle Farbradierungen in Hayter-Drucktechnik“. Dieses Verfahren habe der englische Maler und Grafiker Stanley William Hayter in seinem legendären Pariser „Atelier 17“ entwickelt, um mehrfarbige Radierungen von einer Druckplatte in einem einzigen Vorgang zu erledigen. Das Ergebnis seien Unikate von besonderer Farbstärke und Ausdruckskraft.

Ich bin wie ich will

Dem nicht genug: Das Programmheft zeigt noch viele weitere künstlerische Facetten: zum Beispiel die Herausforderung „Ich bin wie ich will! Improvisations- und Theaterkurs für Erwachsene“ mit der Theaterpädagogin Maud Rapp. Oder die Nummern 9702 „Plastisches Gestalten – Holz, Speckstein, Alabaster, Gips und anderes“ mit dem Bildhauer Thomas Schuster oder 9705 „Schnuppertag in der Bildhauerwerkstatt“ mit der Bildhauerin Birgit Rehfeldt, mit Claudia Dietz und Thomas Schuster und, und, und.

Lassen Sie sich auf die spannende Reise durch das Programmheft der Kunstschule Filderstadt ein. Es lohnt sich… (sk)

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Stadt Filderstadt

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion