Koblenz – Frauengeschichte am Donnerstag: „Das sozial-caritative Engagement von Koblenzer Frauen im 19. Jahrhundert“

Nachrichten-aus-Koblenz-RLP-Koblenz – Im Rahmen der Sonderausstellung „COURAGE! Gleiche Rechte. Gleiche Pflichten! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“, die z.Z. im Mittelrhein-Museum zu sehen ist, bieten Gleichstellungsstelle, Stadtarchiv und Stadtbibliothek eine Vortragsreihe zur Frauengeschichte in Koblenz an. Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden mitgenommen auf eine Zeitreise in vergangene Epochen und können sich auf interessante Vorträge freuen.

Am Donnerstag, 28. März 2019 widmet sich die Historikerin Petra Habrock-Henrich in ihrem Vortrag Koblenzer Frauen im 19. Jahrhundert, deren sozial-caritatives Engagement für viele Menschen überlebensnotwendig war. Es war eine arme Zeit in Koblenz: Ab Mitte der 1820er Jahre lebten bis zu 70 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger „von der Hand in den Mund“. Die prekäre Situation verschärfte sich in den folgenden Jahrzehnten zunehmend infolge eines dramatischen Bevölkerungszuwachses.

Die finanzielle und organisatorische Unfähigkeit der Stadtverwaltung, mit dieser überwältigenden und andauernden Armut fertig zu werden, rief schon bald Bürgerinitiativen auf den Plan. Insbesondere Frauen waren hier tätig. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts wuchs die Anzahl kirchlicher Kongregationen, die Aufgaben in der Kranken- und Armenpflege übernahmen. Die städtische Sozialfürsorge hingegen blieb bis zum Ende des Jahrhunderts rudimentär.

Der Vortrag findet statt am 28. März 2019, 17 Uhr, Stadtbibliothek im Forum Confluentes, Zentralplatz 1 in Koblenz. Der Eintritt kostet 3 Euro. Karten sind im Vorverkauf in der Stadtbibliothek erhältlich.

Weitere Informationen zu diesem und weiteren spannenden Vorträge zur Frauengeschichte in Koblenz finden gibt es im Internet unter www.frauen.koblenz.de und in den Flyern, die u.a. in der StadtBibliothek ausliegen.

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Stadt Koblenz

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion