Hamburg – Digitale Geodaten für die Zukunft sichern

System zur Langzeitspeicherung startet Phase 2.

Mittelrhein-Tageblatt - News aus Hamburg - Aktuell -Hamburg – Geodaten wie z.B. 3A-Daten, DOP, 3D-Daten oder Kaufpreisdaten bilden die Grundlagen für viele Entscheidungen, die u. a. in den Bereichen Verkehr, Planung, Katastrophenschutz und Umwelt getroffen werden. Deshalb werden sie nicht nur stetig gepflegt und aktualisiert, sondern müssen langfristig – auch digital – zur Verfügung stehen. Eine nachhaltige Archivierung ist notwendig – und vom Gesetzgeber für eine bestimmte Gruppe der Geodaten vorgegeben.

Der Hamburger Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) lädt am 19.03.2019 in Bonn zum Seminar „Langzeitspeicherung digitaler Geodaten“ ein.

Zusammen mit den beiden Implementierungspartnern AED-SICAD GmbH und der SER eGovernment Deutschland wurde vor circa 1,5 Jahren begonnen, an einer Lösung zu arbeiten. Seit Dezember 2018 ist die erste Stufe des Projekts Langzeitspeicherung (LZS) von Geodaten erfolgreich im Einsatz.

Das System verwaltet in der ersten Ausbaustufe neben den Katasterunterlagen sechs weitere Geodatenarchive mit historischen Karten und einem Gesamtvolumen von über einem Terabyte. Die Spezifikation der zweiten Stufe des Projekts sieht die Übernahme der digitalen georeferenzierten Rasterbilder vor. Eine Realisierung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Die Grundlage bildet zum einen das Enterprise Content Management System Doxis4 der SER. Es realisiert wesentliche Eigenschaften eines Langzeitspeichers wie Speichersystem- und Datenformatmigration und verhindert so effektiv das sogenannte digitale Vergessen.

Darauf aufgesetzt wird das GIS Portal der AED-SICAD, welches über ein responsives, browserbasiertes Nutzer-Interface verfügt. Über die LZS-Benutzeroberfläche wird die Archivierung der Daten durchgeführt.

Das Konzept berücksichtigte von Anfang an nicht nur die Geodaten, die heute beim LGV verwaltet werden, sondern sieht die Erweiterbarkeit für beliebige, neue Geodatenklassen vor. Außerdem verwaltet das System zur LZS für die eigentlichen Geodaten flexibel definierbare Metadaten, sogenannte Dossiers.

Umfassende Informationen zum aktuellen Stand der Umsetzungen und erste praktische Erfahrungen bietet die Informationsveranstaltung am 19.03.2019 im Universitätsclub in Bonn. Sie gibt tiefergehende Einblicke in die Anwendung. Anmeldungen und weitere Infos sind unter https://www.hamburg.de/langzeitspeicherung-geodaten möglich.

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Pressestelle des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung – Stadt Hamburg

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion