suedwest-news-aktuell-deutschland-osnabrueckStadt Osnabrück (NI) – Gesellschaft: „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Netzwerk, das Rassismus und Diskriminierung entgegenwirkt. Bundesweit gehören mehr als 3000 Schulen dem Netzwerk an. Die Regionalkoordination im Fachdienst Bildung der Stadt Osnabrück unterstützt das Projekt seit Mai 2019. Bei der nächsten Sitzung des Schul- und Sportausschusses am Donnerstag, 30. Januar, um 17 Uhr im Sitzungsraum 717/718 des Stadthauses 1 stellt der Fachdienst das Projekt, das bislang Erreichte sowie Pläne für die nahe Zukunft vor.

Ziel des Projektes ist es, den Alltag an Schulen so zu gestalten, dass er von einem Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung individueller Eigenheiten geprägt ist. Um „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ werden zu können, werden die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv und überzeugen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte sowie Angestellte der Schule. Mindestens 70 Prozent der Schulgemeinschaft müssen durch ihre Unterschrift bekennen, dass sie Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit an ihrer Schule nicht dulden und die Regeln für eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ kennen.

Diese Regeln sehen vor, dass das Motto des Netzwerkes im Alltag gelebt und an nachfolgende Generationen weitergetragen wird. „Das Projekt ist so angelegt, dass es nicht beim einmaligen Bekenntnis bleibt“, sagt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Vielmehr ist die Teilnahme ein permanenter Auftrag an alle, die der Schule angehören, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit keine Chance zu geben.“ Mit Hilfe ihrer Lehrerinnen und Lehrer organisiert die Schülerschaft deshalb jährlich Projekttage, Exkursionen und Schulkonferenzen zu dem Thema. Die Regionalkoordination unterstützt sie dabei. Aktionen wie Konzerte, Theateraufführungen, Filmtage oder Mahnwachen kommen hinzu. Zudem suchen die Schülerinnen und Schüler einen Paten, der die Schule unterstützt und das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt macht.

In Osnabrück gehören dem Netzwerk derzeit vier Schulen an, das Graf-Stauffenberg-Gymnasium, das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, die Möser-Realschule und die Domschule. „Unser Ziel ist es, weitere Schulen über das Projekt zu informieren und als Netzwerkpartner zu gewinnen“, sagt Jens Weinert von der Regionalkoordination im städtischen Fachdienst Bildung. Geplant ist ein Fachtag, bei dem das Projekt vorgestellt wird und an dem alle weiterführenden Schulen der Stadt teilnehmen. Zudem vernetzt sich die Regionalkoordination mit lokalen Partnern und Stellen auf regionaler-, Landes- und Bundesebene, um das Projekt durch einen stetigen Erfahrungsaustausch weiterzuentwickeln.

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